Router, Switches und Unified Communication Systems (UCS) Cisco Capital finanziert IT-Netzwerke zu Spezialkonditionen

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Während die Banken vorsichtiger und zögerlicher bei Projektfinanzierungen geworden sind, unterstreicht Cisco Capital eigene Absatzinteressen. Das ermöglicht beispielsweise eine Null-Prozent-Zins-Kondition und schont das Eigenkapital der Unternehmen, beschreibt Guido Sommer, der bei Cisco Deutschland den Vertrieb Commercial KMU verantwortet.

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ITB: Welche Auswirkungen hatte die Finanzkrise auf das Geschäft von Cisco Capital?

Sommer: Die Relevanz von Cisco Capital für Cisco und deren Vertriebspartner hat in der Finanzkrise deutlich zugenommen, insofern war dies ein „Konjunktur-Programm“ für unser Bemühen, den Vertrieb unserer Produkte und Dienstleistungen durch kreative Finanzierungsdienstleistungen zu unterstützen.

ITB: Was umfasst das Cisco-Capital-Portfolio?

Sommer: Cisco Capital bietet einerseits Finanzierungsprodukte wie Leasing und Mietkauf an, die am Point of Sales für den Endkunden und für den Vertriebspartner eine attraktive und oftmals zinsfreie Finanzierungslösung bedeuten. Ferner haben wir Programme, die die Zwischenfinanzierung von der Beschaffung bis zum Mittelrückfluss durch die Zahlung des Endkunden abdecken. Dies bedeutet eine Erweiterung von deren Umlauf-Vermögen sowie des Cash-Flows und des Working Capitals.

ITB: Hat Cisco Capital eine Banklizenz von der Bafin?

Sommer: Typische Bankprodukte, zu denen eine Banklizenz erforderlich ist, bieten wir in Deutschland nicht direkt an. Wir haben hierzu Kooperationen mit Finanzierungspartnern, die diese Produkte dann zwischen den Parteien arrangieren. Für Länder außerhalb Deutschlands können wir Darlehensfinanzierungen anbieten.

ITB: Was unterscheidet das Geschäft von Cisco Capital von dem – sagen wir – örtlicher Sparkassen?

Sommer: Die Sparkassenorganisationen haben sicher auch eigene Leasing- und Finanzierungsangebote durch deren Leasing-Organisation, beispielsweise durch die Deutsche Leasing; die Unterschiede jedoch liegen in der Risiko-Betrachtung und in den Zinskonditionen. Eine Null-Prozent-Zins-Kondition, mit der Capital das Absatzinteresse unterstreicht, können die Sparkassen nicht darstellen. Ferner gehen Sparkassen an die Risiko-Beurteilung anders heran. Einerseits schauen sie sich die Zahlungsfähigkeit und Bonität des Endkunden an und stellen anhand der Jahresabschlüsse 2009 fest, dass diese, wen wundert es, wegen der Krise sich teilweise deutlich verschlechtert haben. Ferner bieten die Vertragsobjekte in der Risiko-Beurteilung keine weitere Sicherheit, weil die Sparkassen den Wert einer internet-basierten Telefon-Anlage, einem Ausbau des IT-Netzwerkes mit den Cisco-Routern und -Switches, einer Telepresence-Anlage oder einem Cisco-Security-System nicht einschätzen können. Das führt dann beides zu dem Ergebnis, dass die Sparkasse von der Finanzierung derartiger Investitionen Abstand nimmt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum möglichen Fremdherstelleranteil und zu den Chancen für Reseller.

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