CNT analysiert EU-Lieferkettengesetz Chancen und Risiken beim Lieferkettengesetz

Von Lucas Schmidt 2 min Lesedauer

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Im Frühjahr 2024 beschloss die EU das neue Lieferkettengesetz. Damit soll die Nachhaltigkeit weiter in den Mittelpunkt rücken. Bereit für die neuen Pflichten fühlt sich aber nur ein Teil, obwohl das Gesetz auch Möglichkeiten bietet.

Für viele Unternehmen bedeutet das EU-Lieferkettengesetz Mehraufwand. Experten von CNT zeigen nun Chancen auf, beispielsweise bei der Rohstoffbeschaffung. (Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Für viele Unternehmen bedeutet das EU-Lieferkettengesetz Mehraufwand. Experten von CNT zeigen nun Chancen auf, beispielsweise bei der Rohstoffbeschaffung.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Schon vor der EU-Initiative Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), besser bekannt als EU-Lieferkettengesetz, gab es ein solches für Deutschland. Die europäische Version verschärft die Regeln hinsichtlich Nachhaltigkeit und Transparenz nochmal. Für deutsche Unternehmen gelte es, den gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Transparenz gerecht zu werden. Möglich sei dies laut den Experten von CNT Management Consulting nur durch einen Digitalisierungsschub. Unternehmen müssten Wege finden, den Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes nachzukommen. Eine vollständige Erfüllung sämtlicher Auflagen und Notwendigkeiten sei nur dann möglich, wenn sich Firmen gut aufstellen und entsprechend investieren, denn der gesamte Prozess nehme viel Zeit und Ressourcen in Anspruch.

Daten rund um Nachhaltigkeit zu erheben und damit das eigene Handeln zu untermauern, werde für Unternehmen immer wichtiger. So erkennen gemäß des Sustainability Transformation Monitor 2024 der Bertelsmann Stiftung zwei Drittel der befragten Unternehmen in der Nachhaltigkeits-Datenerhebung die Chance, die eigene Organisation weiterzuentwickeln. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sich nur ein Drittel gerüstet fühlt, die neuen Pflichten zu erfüllen. „Die noch zögerliche Bereitschaft vieler Unternehmen bei der Datenerhebung ist in gewisser Weise erwartungsgemäß. Es braucht eine enge Zusammenarbeit mit sämtlichen Lieferanten, ihre Bereitschaft zur Datenübermittlung und die Einrichtung geeigneter Plattformen oder Schnittstellen für den Datenaustausch.“, beschreibt Ralph Hödl, Senior Consultant bei CNT, den Stand der Dinge.

Digitalisierung als Unterstützung am Rohstoffmarkt

Diese aufwendige Datenerhebung im Zusammenhang mit dem Lieferkettengesetz könne aber auch Vorteile bieten, beispielsweise bei der Beschaffung von Rohstoffen. Um in diesem Markt mit volatilen Preisen oder Knappheit, besser umgehen zu können, ist Digitalisierung der Schlüssel. „Durch die Integration von Echtzeitdaten in die Beschaffungsprozesse können Unternehmen exakte Rohstoffindizes abbilden und deren Auswirkungen auf die Stücklistenkosten in Echtzeit simulieren. Darüber hinaus werden disruptive Ereignisse in den Lieferketten automatisch in die Beschaffungsplanung integriert. Dies ermöglicht es Unternehmen, flexibler zu reagieren und Engpässe zu vermeiden“, erklärt Hödl.

Um den Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit mit Digitalisierung zu begegnen, empfiehlt CNT die SAP-Lösung Ariba. „Mit SAP Ariba Risk steht ein Modul zur Verfügung, dessen Ausrichtung genau auf die Anforderungen an die Nachhaltigkeit abzielt.“, erklärt Michael Kern, Principal für Spend Management bei CNT.

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