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Nach der Pause: drei Thinktanks …
Nadin Meloth, International Co-President bei EWMD, konturierte die zeit- und arbeitsintensive Aufgabe des „Netzwerkens“. Dieses sei ein Schlüsselfaktor für die Karriere einer Frau im Management.
Rekurrierend auf die Karrieren, forderte Julia Kusterer, Managing Director bei Accenture Deutschland, die Teilnehmerinnen des Thinktanks „Women in the digital workplace“ auf, über ihre je eigenen Ziele nachzudenken. „Be prepared to be in the best place for the next moment!“, lautete das Resümee.
„4.0 – Chancen für mutige Frauen”: Sabine Baasch, zweite Vorsitzende von BPW Hannover, und Gabrielle Doan, deren Schatzmeisterin, arbeiteten die Möglichkeiten, aber auch die Risiken (Stichwort: „24-Stunden-Job“) der digitalen Transformation heraus und plädierten für erfolgreiche weibliche Vorbilder.
… und vier Worldcafés
Andera Gadeib, CEO Dialego AG und Vice President Bundesverband IT-Mittelstand, wies im Worldcafé „Frauen in führender Position im (eigenen) Unternehmen“ darauf hin, dass nur drei Prozent aller Start-ups von Frauen gegründet werden. Im gesellschaftlichen Umfeld sei es daher wichtig, gute Netzwerke zu schaffen, Softskills zu stärken und die MINT-Fächer zu verstetigen.
Dr. Armgard von Reden, Leibniz Universität Hannover, arbeitete mit Teilnehmerinnen in „Diversity by Design“ ganz konkrete Forderungen heraus: So sollen beispielsweise passgenaue Produkte hergestellt werden oder Call-Center besser auf die Kunden abgestimmt werden.
Die Gründerin der Women Speaker Foundation, Regina Mehler, will mehr Frauen in der ersten Reihe: „Build your own Brand!“. Dazu brauche es ein „Ja!“ der Frauen zu neuen Chancen, Risikofreudigkeit, smartem Arbeiten, authentischem Outfit, Beharrlichkeit. „Every contact is an opportunity, networking is continuity!“
„Vorurteile? Ich habe keine!“, so das Credo von Uta Menges, Diversity & Inclusion Leader IBM BeNeLux und DACH. Wie können Vorurteile überwunden werden? Durch Selbstreflexion, aktives Zuhören, Feedback, Wertschätzung und Achtsamkeit – immer zuerst denken, dann handeln. Und mit Blick auf einen selbst: Nie selbst zu einem Stereotypen werden!
Aktuelle Berufsbilder verändern
Matthias Hoffbauer, Head of Contract Management bei Ericsson: „Die Anzahl an Frauen in ICT-Firmen ist aus meiner Sicht zu gering. Women in Digital Business ist eine Plattform, über die interessierte Frauen Kontakte knüpfen können und Informationen über das ICT-Umfeld erhalten. Die Digitale Transformation wird nicht nur die aktuellen Berufsbilder ändern, sondern auch die Gesellschaft. Dies ist eine große Chance für Frauen, Karriere in einem noch von Männern dominierten Umfeld zu machen.“
Es liegt in unseren Händen
Stacey Torman ermutigte Frauen in ihrer Keynote „Women in Technology: Be the Change“ dazu, sich die eigenen Vorurteile und die eigene Wahrnehmung vor Augen zu führen. Es sei an der Zeit, die Veränderungen, die wir sehen möchten, durch das eigene Verhalten zu untermauern. „Wir müssen wir selbst sein und nicht versuchen, ein Vorbild für Perfektion zu werden – das sollten wir auch von unseren Kollegen erwarten“, so Torman. So fordert sie auch von Managern und Führungskräften, Mitarbeiterinnen zu unterstützen.
Nach über sechs anregenden Stunden mit Informationen, Austausch und Diskussionen ging es im Anschluss für die Teilnehmerinnen zur Bitkom Executive Night.
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