Schlanker, effizienter und nachhaltiger Breitbandtrends 2025: Glasfaser im Wandel

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Die Breitbandbranche steht 2025 vor tiefgreifenden Veränderungen. Schlankere Glasfasern, der Ausbau universeller Konnektivität und nachhaltigere Netzwerklösungen prägen die Entwicklung. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung. CommScope identifiziert vier zentrale Trends.

Die Breitbandbranche steht 2025 vor entscheidenden Veränderungen: Netzbetreiber setzen verstärkt auf kompaktere, einfachere und nachhaltigere Lösungen, um Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Skalierbarkeit und Umweltverträglichkeit zu meistern. (Bild:  Linus - stock.adobe.com)
Die Breitbandbranche steht 2025 vor entscheidenden Veränderungen: Netzbetreiber setzen verstärkt auf kompaktere, einfachere und nachhaltigere Lösungen, um Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Skalierbarkeit und Umweltverträglichkeit zu meistern.
(Bild: Linus - stock.adobe.com)

Die Verbreitung von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (Fiber to the Home, FTTH) hängt stark von der Kapazität der Verteiler ab, die schnell an ihre Grenzen stoßen. Schlankere Fasern bieten hier eine Lösung. Neue Technologien ermöglichen es, die Schichten der Singlemode-Fasern dünner auszuführen, ohne die Bandbreite zu beeinträchtigen. Laut CommScope werden sich diese Entwicklungen im Jahr 2025 weiter durchsetzen, da sie sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten senken.

Einzelne Singlemode-Fasern haben derzeit einen Durchmesser von etwa 200 bis 250 Mikrometern. Der eigentliche Glaskern, durch den die Daten übertragen werden, misst lediglich acht Mikrometer. Durch die Reduzierung der Acrylatbeschichtung und des Glasmantels können mehr Anschlüsse auf kleinerem Raum untergebracht werden. Rechenzentren profitieren bereits von dieser höheren Netzwerkdichte, und ähnliche Vorteile lassen sich auch bei der Glasfaserverteilung erzielen. Der Trend zu kompakteren Glasfaserprofilen werde sich 2025 fortsetzen, da der Markt zunehmend Interesse an platzsparenden Lösungen zeige.

Internet als Grundversorgung und politische Priorität

Der Zugang zu schnellem Internet wird zunehmend als Grundbedürfnis betrachtet – vergleichbar mit Strom, Gas und Wasser. Diese Entwicklung beeinflusst die Breitbandausbau-Strategien weltweit. Politische Maßnahmen wie der Gigabit Infrastructure Act der EU oder die Unterstützung der Vereinten Nationen zielen darauf ab, auch ländliche und unterversorgte Gebiete mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu versorgen.

Laut CommScope werden erhebliche Mittel für den Netzausbau bis 2025 und darüber hinaus bereitgestellt. Rund 25 Prozent der Weltbevölkerung verfügen derzeit noch nicht über eine zuverlässige Internetverbindung. Der Ausbau dieser Infrastruktur soll langfristig die wirtschaftliche Entwicklung in betroffenen Regionen fördern und die digitale Kluft verringern.

Fachkräftemangel als Wachstumsbremse

Ein gravierendes Problem bleibt der Fachkräftemangel in der Glasfaserbranche. Qualifizierte Techniker sind schwer zu finden und entsprechend teuer. Der Einsatz dünnwandiger Fasern reduziert den Arbeitsaufwand, da weniger Platzbedarf auch weniger aufwändige Installationen bedeutet. Zudem setzen Anbieter zunehmend auf Plug-and-Play-Lösungen, die die Installation weiter vereinfachen sollen.

Besonders vorkonfektionierte Dropkabel und Terminals sollen die Komplexität reduzieren und zeitaufwändiges Spleißen überflüssig machen. Der Bau von Cloud- und KI-gesteuerten Rechenzentren bindet zusätzlich viele Fachkräfte, weshalb vereinfachte Lösungen für Netzbetreiber immer wichtiger werden.

Nachhaltigkeit durch Glasfaser

Glasfaserkabel bieten nicht nur technische Vorteile, sondern sind auch aus ökologischer Sicht sinnvoller als Kupferleitungen. Der Einsatz von Glasfaser reduziert die Nutzung begrenzter Ressourcen und senkt den Energiebedarf für den Abbau von Rohstoffen erheblich. Laut einem Whitepaper der Fiber Broadband Association ist der CO2-Fußabdruck bei der Herstellung von Glasfaser etwa 60 Prozent geringer als bei hybriden Glasfaser-Koaxial-Infrastrukturen (HFC).

Auch im Betrieb würden sich die Vorteile zeigen: Der Energieverbrauch von FTTH-Netzen liege 96 Prozent unter dem eines vergleichbaren HFC-Netzes. Darüber hinaus ermöglichen dünnere Kabel geringere Eingriffe in die Natur bei der Verlegung, was Glasfaser zu einer ökologisch nachhaltigen Alternative machen würde.

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