Mehr-Marken-Konzern entsteht Bluechip übernimmt Brunen-IT
Der thüringische Distributor und Hersteller der Eigenmarke Bluechip sowie die ostfriesische Brunen-IT, bekannt mit den Marken One und Belinea, tun sich zusammen. Wie viel die Thüringer für die Übernahme eines ihrer großten Kunden zahlen, bleibt unter Verschluss.
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Am vergangenen Freitag trafen sich nicht weit von der Nordseeküste, im ostfriesischen Städtchen Wittmund, die Geschäftsführer Fred Krull und Frank Brunen der dort ansässigen Brunen-IT mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bluechip AG, Hubert Wolf, und dessen Prokuristen Sven Buchheim. Die beiden Manager waren aus dem thüringischen Meuselwitz angereist, um den Kaufvertrag zu unterzeichnen, denn Bluechip übernimmt die Brunen-IT-Gruppe zu einem ungenannten Preis.
Die beiden Firmen pflegen schon länger intensive Geschäftskontakte. So wird ein Teil des Brunen-PC-Portfolios in Thüringen hergestellt, denn Bluechip betreibt eine eigene Fertigungsstätte für Server, Desktops und Notebooks. Über 60.000 PCs pro Geschäftsjahr laufen dort vom Band. Notebooks, zumindest solche mit dem eigenen Brand „Bluechip“, führen dagegen ein Schattendasein: laut Geschäftsbericht 2008/2009 wurden davon nur gut 2.000 hergestellt – „da wir am Preiskampf nur begrenzt teilnehmen“, heißt es zur Begründung.
Die Notebooks der Brunen-IT kommen bislang fast ausnahmslos direkt von asiatischen Fertigern. Für Consumer ist vor allem die Marke One von Bedeutung, die von Brunen per Online-Shop vertrieben wird. Im Channel ist die Wittmunder Firma ebenfalls aktiv: Sie hatte sich nach der Maxdata-Pleite den Belinea-Brand gesichert und vertreibt nun entsprechend gebrandete Notebooks im indirekten Kanal.
Gemeinsam zum Erfolg
Nun wollen die Firmen künftig gemeinsam den Markt beackern und so die kritische Größe erreichen, die für einen dauerhaften Erfolg als Rechner-Hersteller nötig sei.

Wichtig für die Mitarbeiter: beide Standorte sollen unverändert weiter bestehen, auch an der Mitarbeiterzahl – 39 in Witmund, 240 in Meuselwitz – werde sich nichts ändern, betonten die vier Manager anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Frank Brunen will – zumindest für eine ausführliche Übergangszeit – weiterhin die Geschäfte der künftig Bluechip-Tochter führen. Fred Krull soll dem Unternehmen noch länger verbunden bleiben.
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