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Björn Siewert glaubt an die Zukunft des IT-Handels

| Autor: Michael Hase

Björn Siewert, Geschäftsführer bei Siewert & Kau, vermisst die Cebit.
Björn Siewert, Geschäftsführer bei Siewert & Kau, vermisst die Cebit. (Bild: Siewert & Kau)

Die Cebit ist aus Sicht von Björn Siewert, Geschäftsführer bei Siewert & Kau, das Event, das wie kaum etwas anderes für 25 Jahre IT-Geschichte steht. Fachhandel und Distribution haben nach seiner Prognose noch eine lange Zukunft vor sich.

Was kommt Ihnen spontan in den Sinn, wenn Sie an die IT in den vergangenen 25 Jahren denken?

Siewert: Die Cebit! Legendäre Zusammenkünfte in Hannover im März, das fällt mir spontan zu Ihrer Frage ein. Kalt war es, oft lag noch Schnee. Die Messe war für mich immer eine gute Gelegenheit, innerhalb kurzer Zeit mit überschaubarem Aufwand sehr viele Leute zu treffen. Zum Ende hin war die Cebit allerdings nicht mehr ganz das Forum, wie es unsere Branche gebraucht hätte. Zudem sind Messen in der klassischen Form als Plattform, auf der Produkte ausgestellt werden, sicher nicht mehr zeitgemäß. Vom Netzwerkgedanken her halte ich solche Events aber nach wie vor für extrem wichtig.

Welche Zukunftsvision schwebt Ihnen für die IT in zehn Jahren vor?

Siewert: Eine komplexe Frage! Es wird auf jeden Fall noch IT geben, das ist ziemlich sicher... (lacht) Aber Formfaktoren und Nutzungsmodelle werden sich verändern. Wie die im Detail aussehen werden? – Meist kommt es ohnehin ganz anders, als man sich das heute vorstellt. Ich glaube jedoch fest daran, dass es in zehn Jahren in unserer Branche noch einen Bedarf an mehrstufigen Handelsstrukturen geben wird. Die Wertschöpfung wird sich verändern: In einem Jahrzehnt wird noch viel mehr IT in der Cloud sein, und Managed wird einen wesentlich größeren Anteil ausmachen. Der Produkthandel wird aber ein wichtiger Bestandteil bleiben. Und wenn Private-Equity-Unternehmen heute bereit sind, zig Milliarden in Distributoren zu investieren, dann heißt das doch, dass auch der Kapitalmarkt an die Zukunft der Distribution glaubt. Nur welche Produkte wir in zehn Jahren verkaufen werden – um das vorherzusagen, bräuchte ich eine Glaskugel.

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