RSA-Roundtable zur Sicherheit von Unternehmensinformationen Beratungskompetenz: Das Kronjuwel der IT-Sicherheit

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Informationssicherheit darf gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten nicht vernachlässigt werden. Welche Faktoren für den Schutz der wichtigsten Daten eines Unternehmens wesentlich sind, diskutierten die Teilnehmer auf dem Roundtable der RSA-Partnerkonferenz DACH 2009. Dabei kam nicht nur die Bedrohungslage großer, weltweit agierender Unternehmen zur Sprache, sondern auch das Gefahrenpotenzial in mittelständischen Betrieben.

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Die Teilnehmer des RSA-Roundtables waren sich einig: Mit wachsendem Bedrohungspotenzial wachsen auch die Chancen für den Fachhandel.
Die Teilnehmer des RSA-Roundtables waren sich einig: Mit wachsendem Bedrohungspotenzial wachsen auch die Chancen für den Fachhandel.
( Archiv: Vogel Business Media )

Annähernd eine Million Agenten, so schätzen Insider, werden allein von China aus speziell im Bereich der Industriespionage eingesetzt. Andere Länder stehen dem nicht nach. Ein Teilnehmer des Roundtables, den IT-BUSINESS auf der RSA-Partnerkonferenz DACH 2009 moderierte, ging sogar noch weiter: Ein befreundeter Staat habe die Verschaffung von Vorteilen für das eigene Land sogar in seiner Verfassung verankert. Das Problem der unrechtmäßigen Gewinnung wichtiger Informationen erfahre hier eine ganz neue Dimension. „Das Thema Industriespionage wird häufig in Form von Anekdoten vorgetragen. In Wirklichkeit ist es aber gar nicht witzig, sondern sehr ernst zu nehmen“, erklärt Andreas Weingarten, Geschäftsbereichsleiter Regional Sales bei Dimension Data.

DLP im Großen und Kleinen

Dennoch ist die Informationssicherheit – vermutlich weil es hier um große Beträge oder gar Menschenleben geht - auf internationaler Ebene immer noch weiter etabliert als sie es in den einzelnen, vor allem kleineren Unternehmen ist. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ensteht natürlich auch in der Belegschaft eine Unzufriedenheit, die dazu führen kann, dass Mitarbeiter ihren eigenen Value dadurch steigern, dass sie etwa bei einer Kündigung gewisse Informationen mitnehmen, um diese dann später wieder gewinnbringend einzusetzen“, weiß Richard Hellmeier, Vorstand von Computerlinks. In solchen Zeiten müsse man sich auf die Kernkompetenzen des Unternehmens konzentrieren. Der Wert, den heute ein Unternehmen ausmacht, besteht in den Informationen und dem Know-how. „Genau dieses Intellectual Property gilt es zu schützen“, erklärt Stefan Rabben, Channel Manager bei RSA.

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„Trotzdem müssen wir draußen bei den Kunden heute nicht mehr als Prediger in Sachen Informationssicherheit herumlaufen“, berichtet Michael Seele, Geschäftsführer von Protea. „Die Kunden können heute sehr gut artikulieren, was sie für schützenswert in ihrem Unternehmen halten.“ Der Weg hin zum tatsächlichen Schutz, konzediert Seele, sei allerdings sehr unterschiedlich. Das Thema Sicherheit sei durchaus zu einem Massenphänomen geworden. Die Art und Weise, wie der Schutz realisiert werden kann, ist allerdings weitgehend noch ungewiss.

Warum gerade im Mittelstand in puncto Sicherheit noch sehr viel getan werden muss, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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