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Qualität und Produktivität
Dagegen könnte eine umfassende Security-Lösung mit einer klar strukturierten Policy-Systematik im Hintergrund wertvolle Dienste leisten. Analog zu einem Qualitätsmanagement-System könnte eine solche Lösung den Unternehmen helfen, Security-Incidents schneller abzuarbeiten und so auch die Geschäftsprozesse zu straffen. Aber analog zu den Qualitätsmanagement-Systemen wird die Etablierung durchgängiger Security-Systeme zur Zeit immer noch als Bremse der Produktivität gesehen. „Der größte Feind der Security ist die Produktivität, das heißt, die Angst, dass die Mitarbeiter unproduktiv werden könnten“, bringt es Hellmeier auf den Punkt.
Im Gegensatz zur Qualitätssicherung lässt sich ein Informations-Sicherheitssystem aber nur sehr schlecht vermarkten. „In den IT-Abteilungen ist meist nur Budget da, um eine Lösung zu implemetieren. Um die Mitarbeiter noch zu sensibilisieren und ihnen den Mehrwert einer angeschafften Lösung oder deren Wettbewerbsvorteil klarzumachen, dafür ist in den seltensten Fällen noch Geld da“, berichtet Seele. Doch ein Umdenken findet statt, wirft Frauen ein: „Wir sehen, dass die Unternehmen vermehrt einen Information-Risc-Management-Ansatz fahren. Durch Security-Assessments, die wir ganz gezielt auf das Management ausrichten, gehen wir den ersten Schritt.“
Beratung als Türöffner
Der Consulting-Ansatz von RSA geht hier klar weg vom Verkauf von Produkten. Nach der Analyse der Geschäftsprozesse zeigt man bei RSA den Kunden, wo die Sicherheitslücken sind. Statt bloße Security-Maßnahmen zu ergreifen, nimmt sich der Verantwortliche die Geschäftsprozesse selbst vor. Dies erfordert ein Umdenken sowohl von Herstellern als auch von Vertriebspartnern. Hier sind diejenigen am erfolgreichsten, die einen konsultativen Ansatz wählen und dadurch erst einmal Vertrauen beim Kunden gewinnen, das sie dann beim Verkauf von Lösungen gewinnbringend einsetzen können. Rabben zieht das Fazit: „Eine vernünftig implementierte Security inklusive strukturierter Policies hilft langfristig, die Geschäftsziele auch wirklich zu erreichen. Das ist ein Paradigmenwechsel, der sich in den Köpfen noch besser etablieren muss.“
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