Beratung-und Systemintegration Bei Infosys arbeitet man gemeinsam mit dem Kunden am Produkt

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Mit einer starken indischen Mutter hat Infosys Deutschland in wenigen Jahren den hiesigen Markt erobert. In dieser Zeit haben sich die Bedürfnisse der Kunden gewandelt, so dass das Angebot des IT-Dienstleisters weit über bloßes Outsourcing hinausreichen muss.

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Franz-Josef Schürmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Infosys Deutschland
Franz-Josef Schürmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Infosys Deutschland
(Bild: Infosys)

Der deutsche Markt wächst und ist somit attraktiv für globale IT- und Beratungsunternehmen wie Infosys, zumal die Bundesrepublik ein Exportland ist. Rund 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beruht auf Außenhandel. Da bedarf es weltweit agierende Partner, die sich nicht nur mit IT sondern gleichfalls mit Geschäftsprozessen auskennen. Ein Grund, warum die indische Infosys sich 2010 entschieden hat, in Deutschland signifikant zu investieren. Zu den Kunden gehört unter anderem BMW.

Strategie

Seit 2010 ist Franz-Josef Schürmann als Vorsitzender der Geschäftsleitung von Infosys Deutschland für den Geschäftsbetrieb und das Wachstum in Deutschland verantwortlich: „Der Aufbau einer deutschen Management-Consulting-Einheit war einer von insgesamt vier Schritten der Infosys-Unternehmensstrategie“, erläutert Schürmann. „Im zweiten Schritt haben wir unsere Salesforce angepasst. Mit der Akquisition von Lodestone im vergangenen Jahr sind wir wieder weiter vorwärts gekommen. Aktuell arbeiten wir dabei am Ausbau der lokalen Liefereinheiten.“

Der Jahresumsatz 2012 von Infosys hierzulande belief sich auf 155 Millionen Euro – ohne dass die Akquisition mit eingerechnet wurde. Mit der Business Unit Infosys Lodestone hat der IT-Dienstleister seit 2013 die Anzahl seiner in SAP erfahrenen Berater vervielfacht.

Consulting und Infrastruktur

Rund 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet der IT-Dienstleister mit Consulting und Systemintegration, die restlichen 40 Prozent mit Infrastruktur-Angeboten. Unterwegs ist das Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen, darunter die High-Tech-, Pharma-, Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Auf der jährlich erscheinenden Lünendonk-Liste zu den großen Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen, war Infosys 2012 auf Platz 18 zu finden. Laut Forbes zählt der Konzern zu den weltweit innovativsten Unternehmen. Mit diesem Innovationsdenken ist sich Schürmann sicher, kann sich das Unternehmen auch künftig im Markt gegen Wettbewerber wie T-Systems oder Accenture behaupten. „Der Kunde entscheidet sich meist nach zwei Gesichtspunkten. Erstens: Kann ich mit dem IT-Dienstleister überhaupt? Sprich: Haben wir die gleichen Ziele und passt unsere Firmenkultur zusammen. Das zweite Entscheidungskriterium ist die Innovationsfreudigkeit“, so Schürmann.

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