Strategie bis 2011 Bei CPI stehen die Weichen auf Wachstum
Seit im Herbst 2007 bei der CPI Computer Handels GmbH der mittelständische Investor TAC eingestiegen ist, kam beim Distributor aus Feldkirchen einiges in Bewegung.
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Erstmals tauchte der Name Hans-Peter Haubold in Zusammenhang mit einer Geschäftsführerposition bei der CPI Computer Handels GmbH im Herbst vergangenen Jahres auf. Als einer der Geschäftsführer der Industrieholding TAC, dem jetzigen Mehrheitsgesellschafter, verschaffte Haubold dem Distributor und Server-Hersteller CPI eine Finanzspritze in Form einer Stammkapitalerhöhung von 255.000 Euro auf 680.000 Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich laut Angaben von Haubold damit auf einen Wert zwischen 22 und 25 Prozent.
Daneben sei für die Wachstumspläne des Distributors besonders die Kreditfähigkeit von CPI von Bedeutung, betont Haubold. Man habe bei Hermes eine ausreichende Versicherungssumme für die CPI-Partner vereinbart. Im IT-Markt sei es wichtig, sich die entsprechenden Kreditvolumina für seine Kunden rechtzeitig zu sichern, so Haubold, bevor die Kreditfähigkeit im IT-Markt nach unten geht.
Neuorientierung
Neben dem Geldsegen für die solide CPI hat Haubold jedoch noch weitere Unterstützung im Gepäck: »Unternehmen in bestimmten Größenordnungen, meistens bei Umsätzen von 30 bis 40 Millionen, benötigen eine relativ umfassende Neuorientierung. Vorher konnte das Geschäft recht hemdsärmlig gemacht werden, besonders im Distributionsbereich ging das relativ einfach. Aber wenn man Unternehmen entwickeln möchte, braucht man eine eher konzeptionelle Vorgehensweise.«
Gesagt, getan: Ende vorigen Jahres wurde eine Strategie bis 2011 festgelegt und ein Maßnahmenplan erarbeitet. Ein Teil des Entwicklungskonzeptes wurde bereits umgesetzt: seit Anfang August ist CPI in neuen Räumlichkeiten in Feldkirchen in der Kapellenstrasse 7 zu finden. Die Bürofläche hat sich fast verdoppelt und bietet mit 800 Quadratmetern nun genügend Raum für Erweiterungen. Auch die Lagerfläche wurde um ein Drittel auf jetzt 1.200 Quadratmeter aufgestockt. Denn der neue Finanz-Chef spricht von einer »Neuorientierung im Produktportfolio«.
Distribution und Solution Business
Im Jahr 2007 resultierte 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus dem Lösungsgeschäft, also Kleinserien sowie individuelle Server- und Storagefertigung, 70 Prozent kamen aus der Distribution, so Norbert Lindermeier, Director Sales Solutions. Für 2008 strebt Haubold einen Turnover von mehr als 40 Millionen Euro an, wobei die Planung anteiligen Umsatz aus dem Lösungsgeschäft von 35 Prozent vorsieht und aus dem Distributionsbusiness einen Anteil von 65 Prozent. Haubold sieht in den Umsatzplänen ein »ordentliches Wachstumsziel« im Vergleich zu den etwa 38 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2007.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, mit welchen Lösungen CPI den Umsatz ankurbeln will.
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