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ITB: Wie packen Sie das Thema Cloud vertrieblich an?
König: Auf der Basis unserer langjährigen Erfahrung mit der Virtualisierung von Servern, Storage, Desktops, Clients, Netzwerken und Applikationen, haben wir schon vor geraumer Zeit damit begonnen, in unserem Unternehmen Cloud-Prozesse zu etablieren. Derzeit bauen wir gemeinsam mit vier Herstellerpartnern eigene Muster-Szenarien für Cloud-Services auf, die dem Kunden jede Art von Dynamik erlauben.
ITB: Erstellen Sie diese Cloud-Konzepte auf jeder Plattform?
König: VMware ist hier durch die führende Rolle im Bereich Cloud Software einer unserer wichtigen strategischen Partner.
ITB: Welche externen Dienste stellen Sie dem Kunden bereit, und wie stellen Sie sie ihm zur Verfügung?
König: Wir haben dazu zwölf fertige Service-Pakete geschnürt, die Kunden über uns beziehen können.
ITB: Welche Schritte empfehlen Sie, um mit dem Kunden den Schritt von der Virtualisierung in die Cloud zu gehen?
König: Es gilt, die Virtualisierungs-Basis sinnvoll auszubauen zur Private Cloud. In der ersten Stufe müssen die Service-Prozesse aufgesetzt werden, indem beispielsweise die virtualisierten Clients als Service bereitgestellt werden. Zentraler Punkt ist dabei, dem Kunden eine IT-Management-Lösung an die Hand zu geben, mit der er alle Services zentral verwalten kann. Dann lassen sich im nächsten Schritt auch gut externe Dienste einbinden. Wir helfen ihm quasi, die IT-Landkarte zu entwerfen, damit er die externen Services nutzen kann.
ITB: Ein Beispiel?
König: Wir setzen für den Kunden zum Beispiel folgendes Desktop-Szenario im Competence Center auf: Die Daten bleiben bei ihm im Hause, die Hülle der virtuellen Desktops liegt in unserem Rechenzentrum. Der Kunde kann sie nach Bedarf einfach von extern zuschalten. Wann immer möglich, zeigen wir dem Kunden die Szenarien nicht nur im Demo-Lab, sondern anhand unseres eigenen Produktiv-Betriebs. Das überzeugt.
ITB: Wie bauen Sie beim Kunden diese Private Cloud konkret auf?
König: Dafür gibt es kein Patentrezept. Denn die Cloud ist kein Produkt, sondern ein Prozess und eine neue, andere Philosophie, wie ein Systemhaus seinem Kunden Services anbietet. Das ist der Kern des grundlegenden Wandels, der momentan stattfindet. Um als Systemhaus diesen Schritt zu vollziehen, ist es unabdingbar, einerseits in die Ausbildung der Mitarbeiter zu investieren, weil man dazu topqualifizierte Systemingenieure braucht, die in der Lage sind, die erforderliche Architektur zu erstellen. Zweitens muss man die Cloud-Philosophie selbst im eigenen Hause umsetzen, um die nötige Erfahrung zu sammeln und weiter zu entwickeln. Das ist aus meiner Sicht der erste Schritt, ehe man Private-Cloud-Lösungen überhaupt verkaufen kann. Nur deshalb steht heute die Bechtle AG im Bereich Virtualisierung ganz vorne. Das spiegeln auch unsere mittlerweile 14 Awards wider.
Weshalb die Auszeichnungen beim Kunden wirken, erklärt Roland König auf der nächsten Seite.
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