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ITB: Verändern sich die Vorstellungen und Wünsche des Kunden, wenn er diese Szenarien vor Ort durchgespielt hat?
König: Ja. Gerade bei der Client-Virtualisierung haben viele anfangs schon eine fertige Lösung im Kopf, und am Ende kommen wir häufig gemeinsam zu einer ganz anderen.
ITB: Weshalb gerade bei der Client-Virtualisierung?
König: Unter anderem, weil immer mehr iPads und andere mobile Endgeräte eingesetzt werden, die Infrastruktur vielerorts diese Clients aber gar nicht unterstützen kann. Sobald der virtualisierte Desktop als Service, das heißt unabhängig vom Endgerät, bereit gestellt werden soll, sind wir schon bei der Cloud. Der Client ist dann als Dienst verfügbar. Folglich muss sich das Unternehmen über Service Level Agreements Gedanken machen, statt über ein Produkt: Es muss sich mit Themen wie Redundanzen, Backup, Hochverfügbarkeit et cetera in der Infrastruktur befassen. Und schon ist man zwei Schritte weiter, als bei seiner ursprünglichen Annahme, „nur mal eben 20 Desktops zu virtualisieren“. Um das zu erkennen, ist das Demo-Center sehr hilfreich.
ITB: Das bedeutet: Wenn ich über den Client spreche, muss ich das Rechenzentrum betrachten?
König: Ja, richtig.
ITB: Sie setzen alle Produkte auch im eigenen Unternehmen ein, wann immer möglich auch im Produktiv-Betrieb, nicht nur im Labor. Weshalb?
König: Dadurch entwerfen wir die Lösungen nicht am grünen Tisch, sondern sammeln im täglichen Umgang Erfahrungen mit den eingesetzten Produkten. Wir erarbeiten uns so ein sehr praxisorientiertes Expertenwissen und machen uns mit den technologischen Weiterentwicklungen vertraut. Und das macht den Erfolg aus.
ITB: Können Sie dazu ein Beispiel nennen?
König: Ich arbeite beispielsweise schon seit drei Jahren mit Virtual Clients und seit einem Jahr im Tagesgeschäft mit virtuellen Desktops, die auf iPads und MacBooks bereitgestellt werden. Wir leben damit das Konzept Virtualisierung – und auch Cloud Computing – selbst. Deshalb kennen wir die Tücken, die sich in der Praxis ergeben können ganz genau. Die von uns entwickelten Lösungen für unsere Kunden basieren also auf eigenen Erfahrungen.
ITB: Ersetzt das teilweise teure Ausbildung und Zertifizierungen?
König: Nein. Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter kann nicht wichtig genug geschätzt werden – und sie ist durch nichts zu ersetzen. Unser Vorstand fördert diese Weiterqualifikation intensiv. Wir sehen darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor. Ein Beispiel: Wir verfügen in der EMEA-Region über die meisten VMware-zertifizierten Mitarbeiter. Das war nur möglich durch die Kontinuität der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen über viele Jahre hinweg.
Wie Bechtle das Thema Cloud vertrieblich anpackt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.
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