Auftragsplus durch Gleichstellung mit Papierrechnung Basware sucht Partner für elektronische Rechnungen

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Der Purchase-to-Pay-Spezialist Basware wendet sich mehr dem Channel zu. Nachdem die elektronische Rechnung im Herbst der Papierrechnung gleichgestellt wurde, schießen die Projektanfragen in die Höhe. Klaus Tenderich, Director Volume Sales bei Basware, stand IT-BUSINESS Rede und Antwort.

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Elektronische Rechnungen wurden im Herbst ihren Papier-Äquivalenten gleichgestellt.
Elektronische Rechnungen wurden im Herbst ihren Papier-Äquivalenten gleichgestellt.
(© Dark3D - Fotolia.com)

ITB: Im September haben Bundesrat und Bundestag die elektronische Rechnung rückwirkend zum 1. Juli 2011 der Papierrechnung gleichgestellt. Welche konkreten Auswirkungen hatte das in der Praxis allgemein und für Ihr Geschäft?

Klaus Tenderich ist Director Volume Sales bei Basware.
Klaus Tenderich ist Director Volume Sales bei Basware.
(Foto: Basware)

Tenderich: Die Gleichstellung der elektronischen und der Papierrechnung hat die Hürden für den Einsatz elektronischer Rechnungen massiv gesenkt. Inzwischen sind die meisten Unternehmen elektronischen Rechnungen gegenüber sehr aufgeschlossen und möchten die vielen verschiedenen Vorteile nutzen. In unserem Geschäft hat die Gleichstellung einen regelrechten Boom ausgelöst. Wir bekommen inzwischen etwa zehnmal so viele Anfragen wie noch zu Beginn des Jahres. Viele Unternehmen haben sich an uns gewendet und nach Best Practices gesucht, um den Wechsel bestmöglich durchzuführen. Schließlich bringt die Gleichstellung viele Vorteile mit sich, gleichzeitig ergeben sich dabei aber auch neue Anforderungen an die Unternehmen: Sie müssen nun innerbetriebliche Kontrollverfahren einführen, um weiterhin die Echtheit der Herkunft einer Rechnung, die Unversertheit ihres Inhalts und ihre Lesbarkeit zu gewährleisten – vom Zeitpunkt der Rechnungsausstellung bis zum Ende der geforderten Aufbewahrungsdauer. Dies bleibt auch für elektronische Rechnungen gültig. Viele Unternehmen setzen daher auf einen Provider wie Basware, der den elektronischen Rechnungsversand und -empfang übernimmt und außerdem Systeme bietet, mit denen sich Rechnungen prüfen und ein innerbetriebliches Kontrollverfahren elektronisch unterstützen lassen.

ITB: Basware wickelte in der Vergangenheit die Projekte in der Mehrzahl direkt und nicht über Partner ab. Nun wollen Sie mehr auf Channel-Partner zugehen. Was genau ist geplant?

Tenderich: Basware erzielt aktuell eine Wachstumsrate von 50 Prozent im Bereich automatisierte Rechnungstransaktionen. Insbesondere im Mittelstand hat sich Basware neue Zielgruppen durch das Service-Angebot erschlossen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, bauen wir aktuell stark unser Partnernetzwerk aus. Denn durch die Gleichstellung der elektronischen und der Papierrechnung möchten nun auch vermehrt kleinere Unternehmen von den Vorteilen elektronischer Rechnungen profitieren. Gleichzeitig ist aber vor allem in diesen Märkten oft spezielles Branchen-Know-how nötig, das wir mit spezialisierten Partnern gut abdecken können. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr unser Partnerprogramm komplett neu aufgestellt und bieten nun potenziellen Partnern unterschiedliche und individuelle Modelle an, die an der jeweiligen Größe und Branche des Partners ausgerichtet sind.

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