Data Capturing Barcode, QR-Code und RFID – die Daten sind überall

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Dass immer mehr Verbraucher ihre Smartphones für Preisvergleiche als Barcode-Scanner nutzen, wird zunehmend ein Problem im stationären Handel. Auch QR-Codes verbreiten sich immer weiter, und die RFID-Technologie gewinnt trotz bestehender technischer Bedenken immer mehr an Bedeutung.

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Datenerfassung soll möglichst wenig Arbeit machen.
Datenerfassung soll möglichst wenig Arbeit machen.
(© maxkabakov - Fotolia.com)

Die Sängerin und Song-Schreiberin Pink hat sich einen Strichcode auf den Nacken tätowieren lassen, der in Fan-Foren heiß diskutiert wird. Welche sozialkritische Botschaft dahinter steht, wird hinterfragt, über den codierten Inhalt gerätselt und die Frage aufgeworfen, ob man ihn mit Kassensystemen tatsächlich auslesen könnte. Nachahmer fragen nach passenden Barcode-Varianten, um ihren Namen damit codieren zu können und suchen nach Barcode-Generatoren, um Vorlagen für ihren Tattoo-Künstler ausdrucken zu können. Manche Forennutzer raten zu QR-Codes, die eher dem neuesten Stand der Technik wiederspiegeln. In der Debatte wird darauf hingewiesen, dass dünne Striche schlecht zu tätowieren seien und das Ergebnis durch Alterungsprozesse schneller als andere Motive in Mitleidenschaft gezogen wird. Die teilweise skurrile Internet-Debatte (Zitat: „Piept das dann eigentlich bei Media Markt beim Rausgehen?“) zeigt nicht nur auf, wie stark sich Fans mit Pink identifizieren, sondern auch, wie stark das Thema „Data Capturing“ in der Alltagswirklichkeit angekommen ist.

Smartphones als Lesegeräte

Ein Teil der Alltagswirklichkeit von stationären Händlern sind inzwischen Kunden, die im Laden mit ihrem Smartphone und entsprechenden Apps Barcodes und QR-Codes auslesen.

QR-Codes gewinnen mit dem Smartphone-Boom an Beliebtheit.
QR-Codes gewinnen mit dem Smartphone-Boom an Beliebtheit.
(© tashka2000 - Fotolia.com)
Während die QR-Codes oft lediglich zu weiteren Herstellerinformationen führen, wird über Barcodes gerne ein Internet-Preisvergleich angestoßen. Kunden, die sich im Laden umsehen, haptische und optische Eindrücke von den Produkten sammeln, sich womöglich noch beraten lassen, werden dann zum Problem, wenn sie letztendlich im Internet bestellen. Dann profitieren Online-Händler, die wenig Personal, kein Lager und keinen Showroom zu finanzieren haben und deswegen mit geringeren Handelsspannen arbeiten können. TNS Infratest beschreibt das in einer Studie als einen Trend namens „Showrooming“. Laut den Marktforschern suchen Konsumenten hierbei Geschäfte auf, um Produkte zu begutachten und zu testen, kaufen diese dann aber anschließend entweder im Internet oder in anderen Geschäften. Das Smartphone als Code-App und Recherchetool dient nicht nur dem reinen Preisvergleich und der Produktrecherche via QR- oder Bar-Codes sondern auch dem Checken unabhängiger Bewertungen im Social-Media-Umfeld. „Dieses Verhalten beinhaltet das Risiko für den Einzelhändler, dass durch externe Informationen der Kunde das Geschäft verlässt, ohne etwas zu kaufen“, so die Marktforscher.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den BSI-Bendeken beim Thema RFID.

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