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Die Situation am Endgerät
Einsparungspotenzial an den EDV-Arbeitsplätzen bieten sowohl Anwendungs- als auch Desktop-Virtualisierungslösungen. Da in beiden Fällen die Rechenleistung von zentralen Servern erbracht wird, sinken die Anforderungen an die Endgeräte rapide. Dies birgt zwei Vorteile. Zum einen können bereits vorhandene, sogar ältere PCs weiterverwendet werden – und zwar über die normale Nutzungszeit von rund 3 Jahren hinaus.
Zum anderen kann die IT-Abteilung bei Neuanschaffungen auf Energie sparende und wartungsarme Thin Clients zurückgreifen. Der IT-Administrator sollte der Auswahl von Thin Clients (TCs) jedoch besondere Beachtung schenken. Während im Prinzip alle handelsüblichen TCs – also auch eventuell schon vorhandene Geräte – nahtlos in ein Terminalserver-Netzwerk eingebunden werden können, unterstützt nicht jeder TC den kompletten Funktionsumfang aktueller VDI-Lösungen.
Vor allem die Anbindung von Peripheriegeräten und die optimale Bildschirmauflösung setzen eine spezielle Client-Software voraus. Daher liegen die Kosten für VDI-taugliche Thin Clients rund 20 Prozent über vergleichbaren Geräten im TS-Umfeld. Mit zunehmender Anzahl an Usern und virtuellen Desktops ist ein so genannter Connection Broker zu empfehlen, der die Anwenderzugriffe auf die zentral gespeicherten Desktops automatisiert.
In der diesem Beitrag angefügten tabellarischen Übersicht finden Sie einen Kostenvergleich zwischen Anwendungs-Virtualisierung und VDI. Die Beispielrechnung wurde erstellt für ein Unternehmen mit 120 EDV-Arbeitsplätzen.
Fazit
Sowohl die Anwendungs-Virtualisierung als auch eine Infrastruktur auf Basis virtueller Desktops sind sinnvolle Ansätze zur Optimierung des Unternehmensnetzwerks hinsichtlich des Administrations- und Kostenaufwands. Die Bereitstellung von virtuellen Desktops mit vollwertigen Betriebssystemen verursacht jedoch gerade bei höheren Userzahlen einen deutlichen Mehraufwand beim Management einer solchen Umgebung als bei einer Anwendungs-Virtualisierungslösung der Fall ist. Die Beispielrechnung für ein typisches Unternehmen mit 120 EDV-Arbeitsplätzen stellt die zu erwartenden Kosten beider Konzepte einander gegenüber.
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