Interview zur Zukunft der Chip-Branche

AMD-Prokurist Zehethofer: „Es gab immer Gespräche mit Mediamarkt“

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ITB: Eine größere Variantenbreite führt ja häufig zu babylonischer Produktnamensverwirrung. Unterscheidet AMD aus diesem Grund bei der Vermarktung nun auch zwischen @Work, @Home und @Game?

Zehethofer: Das spielt sicher mit rein. Wichtig ist uns bei diesem Ansatz vor allem, dass wir die Vorteile für den Kunden in den Mittelpunkt der Kundenansprache stellen. Über Dinge wie: ‚Welcher Chipsatz in Verbindung mit welchem Prozessor mit integriertem Memorycontroller und welcher Grafiklösung bietet die passenden Antworten für die genannten Segmente?‘ machen wir uns dann im Vorfeld Gedanken. Das erleichtert die Kaufentscheidung für Kunden, die technisch nicht so fit sind, ganz erheblich.

ITB: Sie sprachen den Trend hin zum Fabless-Halbleiterunternehmen an. Wie liefen denn die ersten Projekte mit den ehemaligen Kollegen an, die jetzt bei Global Foundries arbeiten?

Zehethofer: Ausgesprochen gut. So kann sich jeder auf seine Kernkompetenz konzentrieren, sprich AMD entwickelt, vermarktet und verkauft Produkte, und Global Foundries fungiert als klassischer Auftragsfertiger, der auch in Wettbewerb zu anderen Unternehmen, aber auch für Fremdaufträge offen steht. Ein Beispiel dafür, wie gut die Koordination funktioniert, ist unser neuer Sechskern-Server-Prozessor mit dem Codenamen Istanbul. Wir haben hier ein sehr gutes Produkt auf den Markt gebracht und das ganze fünf Monate vor unseren ursprünglichen Planungen.

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