Studie von Lünendonk zum Dienstleistungsmarkt »Alles aus einer Hand«-Anbieter punkten beim Kunden

Redakteur: Katrin Hofmann

Systemhäuser, die neben Hard- und Software-Anpassung, -installation und -support weitere B2B-Dienstleistungen anbieten, setzen offensichtlich auf ein Erfolg versprechendes Zukunftsmodell. Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind diese so genannten »Business Innovation Transformation Partners« (BITP) begehrt.

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Fast jeder zweiten Firma (46,6 Prozent) gefällt das Konzept der »Business Innovation Transformation Partner« (BITP) gut oder sehr gut, lautet ein Ergebnis einer Studie von Lünendonk. 80 Prozent der befragten 105 Großunternehmen und Mittelständler glauben demnach, dass ein Angebotsmix aus Management-, IT-Beratung, Realisierung, Outsourcing und Business Process Management – Angeboten wie Trainings oder Überwachungsservices, die Geschäftsprozesse optimieren helfen – schon heute eine wichtige Option am professionellen Dienstleistungsmarkt ist und künftig sein wird.

»Dies ist für das bei größeren Firmen besser bekannte, bei KMU noch recht neue Konzept ein exzellenter Wert«, kommentiert der Inhaber des Analystenhauses Thomas Lünendonk. Jene Führungskräfte, die an den Markterfolg von BITP glauben, nennen dafür vor allem vier Gründe: 25 Prozent sehen einen Trend hin zur Kompetenzverlagerung nach außen. 24 Prozent führen die Tendenz hin zu »alles aus einer Hand«-Angeboten ins Feld. 18 Prozent glauben, dass BITP die Möglichkeit zur »notwendigen, ganzheitlichen Prozessbetrachtung« eröffnet. Dass Unternehmen, die einen BITP hinzuziehen, sich stärker auf ihre Kerngeschäft und ihre Stärken konzentrieren können, betrachten 16 Prozent als entscheidenden Vorteil.

Dennoch werden nicht sämtliche Kundenfirmen, so die Prognose der Analysten von Lünendonk, künftig ausschließlich einen einzelnen BITP beauftragen, sondern »Aufgaben und Dienstleistungen an unterschiedliche Dienstleister vergeben«. Das Konzept der Gesamtdienstleistung etabliere sich allerdings zunehmend in Feldern, in denen vorher strikte Grenzen gezogen waren.

Die Abgrenzung zwischen IT-Dienstleistung, Software- und Unternehmensberatung verschwimme langsam. Denn Geschäftsprozess-Optimierung erfordere zwingend verbesserte IT-Prozesse. Lünendonk: »Der auf den Unternehmen lastende Effizienzdruck und die zunehmende Schwierigkeit, Lösungen selbst zu entwickeln oder mit eigenen Kräften umzusetzen, wird den Druck auf die Firmen erhöhen, die Gesamtdienstleistung als wichtige Handlungsoption zu betrachten.«

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