Deutscher Rechenzentrumspreis: Data-Center Management of the Future

Alle Rechenzentren-Komponenten im Griff

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Die Vorteile der Software

Ein Vorteil, den eine übergreifende Management-Software wie die von Controlware bietet, ist die Transparenz. Um eine zielgerichtete Fehlerbehebung einzuleiten, muss der Fachmann zunächst einmal wissen, wo die Ursache liegt.

Das Data-Center-Management-System zeigt exakt an, wo und in welchem Gewerk der Fehler liegt und welche anderen Bereiche von der Fehlfunktion betroffen sind. Damit gehörte ein Verfahren, wie das Weiterreichen von Incidents von einer Fachabteilung in die nächste, der Vergangenheit an.

So kann beispielsweise der Ausfall der Klimatisierung dazu führen, dass Server wegen Überhitzung herunterfahren. Das heißt, dass in diesem Fall nicht die Server-Spezialisten aus der IT-Abteilung gefragt sind, sondern die Kollegen aus der Fachabteilung, die für den Betrieb der Klima-Anlagen zuständig ist.

Effizienz spart Kosten

Ein weiterer Vorteil, den ein systemübergreifendes Data-Center-Management bringt, sind Kosteneinsparungen. So lassen sich Vor-Ort-Einsätze von Service-Technikern effizienter steuern.

Im genannten Beispiel des Ausfalls einer Klima-Komponente bedeutet dies, dass nur ein Spezialist für die Klimatisierung alarmiert wird, nicht zusätzlich ein IT-Fachmann, der das Rack mit den Servern inspiziert. In vielen Rechenzentren, die über konventionelle Management-Lösungen verfügen, ist aber exakt das der Fall: Vorsorglich werden Experten aus unterschiedlichen Fachabteilungen zur Fehlersuche abgestellt. Dies ist ineffizient und kostet unnötig Zeit und Geld.

Die Zeit zur Fehlersuche schmilzt dahin

Ein dritter Vorzug einer zentralen Management-Einheit ist die schnelle Fehlerbehebung und Wiederherstellung des IT-Betriebs. Dies lässt sich mithilfe einer Root-Cause-Analyse erreichen.

Die Zeit, bis die Ursache einer Fehlfunktion entdeckt wird, lässt sich -verringern. Dies wiederum wirkt sich zudem positiv auf die Verfügbarkeit der Rechenzentrumdienste aus und hilft dem Betreiber, die Einhaltung von Service Level Agreements (SLAs) sicherzustellen.

IT-Infrastrukturen in Rechenzentren werden immer komplexer, was auch durch Virtualisierung und Cloud Computing bedingt ist. Mit dieser Entwicklung kann die "Ressource" Mensch nicht mithalten. Neben den klassischen Bereichen wie IT-Infrastruktur und Gebäudetechnik gibt es weitere Themen wie Security und Compliance. Auch diese müssen berücksichtigt werden, um beispielsweise eine ISO-Zertifizierung zu erhalten.

Der Autor:

Bernd Reder ist freier Autor in München.

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