Ebay, Google+ Local und fragprofis.de Aetka verzahnt online mit stationärem Verkauf

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Wie Internet-Shopper das Geld beim Händler im Laden lassen, ist ein brisantes Thema. Aetka-Vorstand Uwe Bauer sieht den Schlüssel darin, das veränderte Verbraucherverhalten zu akzeptieren und den Kunden im lokalen Internetumfeld abzuholen. Das spiegelt auch die eingeschlagene Strategie der Kooperation wieder.

Firmen zum Thema

Uwe Bauer, Vorstand bei Aetka Communication Center
Uwe Bauer, Vorstand bei Aetka Communication Center
(Bild: Aetka)

Multi-Channel ist das Zauberwort der Stunde. Derzeit arbeiten die Zentralen aller großen Fachhandelskooperationen an der Verquickung des Verkaufs im Ladengeschäft mit dem des Internet-Business. Oftmals bedeutet das, dass Interessenten, die im Web ein Produkt suchen, über einen von der Verbundzentrale im Kooperationsdesign gestaltete Internetseite durch Zusatzleistungen in den Laden gelockt werden sollen.

Verkauf über Ebay

„Das Problem bei solchen Konzepten besteht darin, dass Ganze bekannt zu machen“, findet Aetka-Vorstand Uwe Bauer. „Zudem kann es zum Konflikt kommen, wenn die Zentrale den Händlern Sortiment und Preise vorgibt.“ Deshalb schlägt man bei Aetka einen anderen Weg ein. Denn nach Bauers Ansicht kommt es auf die „Kontaktanbahnung“ an. Auf der Suche nach der idealen Lösung für die Mitglieder stieß der Verbund schließlich auf den Ebay-Markt-Shop. Dessen Bekanntheitsgrad ist mit 16,5 Millionen aktiven Käufern in Deutschland nicht von der Hand zu weisen. Zumal die Händler hier sowohl nach eigenen Wünschen die Preise wie auch das Sortiment gestalten können. Ein weiterer Pluspunkt der Verkaufsplattform ist, dass sie laut Bauer immer regionaler wird.

Die Aetka-Zentrale kümmert sich gemeinsam mit Ebay um die Rahmenbedingungen, dazu zählen das System, das Template und die Artikeldaten. Die Anzeige der Warenverfügbarkeit wird über eine Schnittstelle zum kooperationseigenen Warenwirtschaftssystem Easyfilius realisiert. So sehen Kunden sofort, ob ein Produkt im Laden des Aetka-Partners vorrätig ist und dort abgeholt werden kann.

Generell ist es möglich, im Webshop alle Produkte aus dem Aetka-Zentrallager einzustellen, das erlaubt dem Partner, sein Warensortiment deutlich zu vergrößern. Aus dem Lager bestellte Ware wird im Namen und auf Rechnung des Händlers an den Kunden verschickt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Ein solcher Marken-Shop bei Ebay braucht mindestens zwei Wochen bis er an den Start gehen kann. Grund hierfür sind unter anderem die Rahmenvereinbarungen, die von allen Beteiligten unterzeichnet werden müssen. „Aetka bereitet zwar schon sehr viel für seine Mitglieder vor, aber Eingaben wie Kontodaten oder Passwörter, muss der Partner selbst erledigen“, erläutert der Vorstand.

(ID:42748392)