Kaspersky DDoS-Report 38 Prozent weniger DDoS-Angriffe

Autor: Melanie Staudacher

Durchschnittlich 500 bis 800 DDoS-Attacken starteten Cyberangreifer im zweiten Quartal 2021 weltweit pro Tag auf Unternehmen, wie Kaspersky berichtet. Für Analysten sind das gute Zahlen, denn damit ist die Anzahl der Angriffe im Vergleich zum Q1 gesunken.

Firmen zum Thema

Cyberangreifer haben laut Kaspersky im zweiten Quartal 2021 weniger DDoS-Angriffe ausgeübt.
Cyberangreifer haben laut Kaspersky im zweiten Quartal 2021 weniger DDoS-Angriffe ausgeübt.
(Bild: © Дмитрий Ногаев - stock.adobe.com)

Gute Nachrichten: Die Zahl der weltweiten DDoS-Angriffe ist zurückgegangen. Das fanden die Analysten des Sicherheitsherstellers Kaspersky im DDoS-Report für das zweite Quartal 2021 heraus. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2020, sind die DDoS-Attacken um 38,8 Prozent gesunken. Und verglichen mit dem ersten Quartal 2021, sind es 6,5 Prozent weniger Angriffe.

Bildergalerie

Was sind DDoS-Angriffe?

Denial of Service, kurz DoS, bedeutet, etwas außer Betrieb zu setzen. Bei DoS-Attacken greift ein Cyberkrimineller gezielt Server mit so vielen Anfragen an, dass das System die Aufgaben nicht meistern kann und zusammenbricht.

Laut BSI sind die Programme, die für DoS-Angriffe genutzt werden, mittlerweile sehr ausgefeilt und die Angreifer nur schwer zu ermitteln, weil sie den Weg der Daten verschleiern.

Bei einer verteilten DoS-Attacke, Distributed Denial of Service (DDoS) genannt, nutzen die Angreifer nicht einzelne Systeme, sondern bündeln sie in einer großflächigen Attacke. Durch die hohe Anzahl der Rechner, die die Server angreifen, sind diese Angriffe besonders gefährlich. Eine DDoS-Attacke beansprucht deutlich mehr Netzressourcen als der normale Datenverkehr.

Mittlerweile nutzen Cyberkriminelle Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML), um intelligente DDoS-Angriffe zu starten. Dafür nutzen sie selbstlernende Algorithmen, die erkennen, welche Sicherheitslösung das Ziel einsetzt und wählen entsprechende Angriffsmethoden aus.

Allerdings sei diese Entwicklung zu erwarten gewesen, wie Kaspersky in dem Report erläutert. Der Rückgang der Angriffe sei für diesen Zeitraum typisch und würde von den Analysten jedes Jahr beobachtet. „Traditionell verbinden wir dies mit dem Ferienstart und der Urlaubszeit allgemein. Für das dritte Quartal 2021 sehen wir keine Voraussetzungen für einen starken Anstieg oder Rückgang des DDoS-Angriffsgeschehens“, sagt Alexey Kiselev, Business Development Manager bei Kaspersky.

Im Durchschnitt schwankte die Zahl der täglichen DDoS-Angriffe zwischen 500 und 800. Wie bereits in den Vorjahresberichten, fanden die meisten Angriffe, die Kaspersky verzeichnete, in den USA statt (36 %). Aus China kamen insgesamt 10,2 Prozent der Attacken. Und an dritter Steller steht Polen mit 6,3 Prozent der DDoS-Attacken.

Den kompletten DDoS-Report von Kaspersky können Sie hier lesen.

(ID:47546148)

Über den Autor

 Melanie Staudacher

Melanie Staudacher

Volontärin, Vogel IT-Medien GmbH