Suchbegriffe als Spiegel der Vergangenheit 25 Jahre Google

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Mal ist es „schüler vz“, mal „coronavirus“: An den Trends unter den Google-Suchen lässt sich sehr gut ablesen, an welchen Themen die Deutschen über die Jahre hinweg besonderes Interesse zeigten. Wer Informationen auf Google sucht, hinterlässt in der Regel Spuren.

Google wurde am 4. September 1998 gegründet.(Bild:  Google)
Google wurde am 4. September 1998 gegründet.
(Bild: Google)

Die grundsätzlich häufigsten Suchbegriffe der letzten Jahre sind Allzeitklassiker wie „wetter“, „google“, „facebook“, „amazon“, „youtube“, „corona“ oder die jüngste iPhone-Generation.

Doch die Daten der US-Suchmaschine – das Unternehmen wurde vor genau 25 Jahren am 4. September 1998 gegründet – sind auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Trends in Deutschland, wenn man etwa auf die Begriffe schaut, deren Suchanzahl sich innerhalb eines jeweiligen Jahres um ein vielfaches erhöht hat.

So legt etwa die Recherche nach „firefox“ den rasantesten Anstieg hin, als Mozilla 2004 seinen Internetbrowser veröffentlicht. Nach Unternehmensangaben wird Firefox 1.0 in weniger als einem Jahr mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen.

Im folgenden Jahr gehören neben dem neuen Satellitenservice Google Earth die Begriffe „tokio hotel“ zu den Aufsteigern des Jahres in Deutschland. Das Debüt „Schrei“ der Teenie-Band aus Magdeburg klettert damals im Herbst an die Spitze der deutschen Charts.

2007 sind sowohl „schülervz“ als auch „schüler vz“ unter den fünf Top-Kandidaten bei den Google-Neulingen. Das soziale Netzwerk als Ableger von „studiVZ“ erfreut sich damals großer Beliebtheit – bis kurz darauf Facebook immer populärer wird.

Der Fußballer Robert Enke wird 2009 um ein Vielfaches häufiger gegoogelt als zuvor. Der deutsche Fußball-Nationaltorwart, der jahrelang an Depressionen litt, nimmt sich im November im Alter von 32 Jahren das Leben.

Ihr Sieg beim Eurovision Song Contest im Mai wiederum beschert Lena Meyer-Landrut 2010 einen Platz unter den drei Top-Aufsteigern bei der Google-Suche. 2011 zeigen dann vermehrte Eingaben von „kinox.to“ und „movie2k.to“, dass in Deutschland die Scheu vor Raubkopien von Kinofilmen nicht allzu groß zu sein scheint.

2014 steht ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. „wm2014“ und „wm“ sind die beiden Top-Aufsteiger des Jahres. Und auch nach Michael Schumacher wird viel auf Google gesucht. Der frühere Formel-1-Weltmeister hatte Ende 2013 einen schweren Skiunfall erlitten.

Die Suche nach „pokemon go“ ist 2016 der neueste Google-Hit. Das Game für Smartphones und Tablets kommt seinerzeit auf den Markt und lässt seine Spieler Tierchen in der realen Umwelt suchen. Kurios: 2017 ist einer der fünf Top-Aufsteiger die Suche nach „kalender 2018“.

Das Jahr 2020 ist wiederum geprägt von der Pandemie: „corona“, „coronavirus“, „corona deutschland“, „corona zahlen“, „corona aktuell“ und „corona bayern“ sind die Top-Suchbegriffe in den Trends des Jahres – noch vor „us wahl“, in der es im November um den letztlich gescheiterten Verbleib von Donald Trump im Amt geht.

Das aktuelle Jahr steht bisher ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI): „chatgpt“ und „chat gpt“ liegen 2023 an der Spitze der Such-Aufsteiger. Nutzer lassen sich von dem KI-Chatbot unter anderem Texte formulieren und Präsentationen erstellen.

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