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Sonderfälle und Kuriositäten
Da das Raspberry Pi vor allem bei Hobbyentwicklern und Makern großen Zuspruch findet, überrascht es wohl kaum, dass auch einige eher unbekannte oder kuriose Betriebssysteme für den Einplatinenrechner umgesetzt werden. Das meiste sind Hobbyentwicklungen und einige Bemühungen wurden zwischenzeitlich wieder eingestellt. An diesen vier Beispielen wird aber aktuell noch gearbeitet, und sie finden zumindest in eingefleischten Communities noch rege Beachtung.

Ebenso gibt es verschiedene Bemühungen, das Smartphone- und Tablet-Betriebssystem Android auf das Raspberry Pi zu portieren. Dem „Razdroid“ genanngen Hobbyprojekt fehlt es noch an der nötigen Hardwarebeschleunigung, um das Betriebssystem flüssig und fehlerfrei auf dem Minicomputer zum Laufen zu bringen.
Es existiert allerdings bereits eine relativ stabile, wenn auch sehr langsame, Portierung von Android 2.3 („Gingerbread“). Auch eine, wenn auch sehr fehlerhafte, Version von Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) konnte schon auf dem RasPi demonstriert werden. Das „Razdroid“-Projekt ist allerdings eine reine Community-Angelegenheit und wird von Google offiziell nicht unterstützt.

Ebenfalls erwähnenswert ist „Plan 9 from Bell Labs“. Das ursprünglich von Mitgliedern der Computing Science Research Center der Bell Labs entwickelte OS ist eine logische Weiterentwicklung von Unix und existiert seit 2002 in einer vierten, quelloffenen Edition. Wer das System ohne komplexe Installation austesten möchte, kann seit Januar 2013 direkt von der Entwicklerseite ein vollständiges, vorkompiliertes Image des Open Source Betriebssystems Plan 9 für das Raspberry Pi herunterladen. An dem System wird offiziell noch gearbeitet. Inwiefern das OS allerdings in Zukunft noch weiterentwickelt wird, ist eher unklar.
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