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Cash Flow und Profit verlagern sich

Wie Systemhäuser ein erfolgreiches SaaS-Geschäftsmodell entwickeln

17.08.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

Stephan Romeder ist Geschäftsführer von Magic Software Enterprises. Das Unternehmen liefert Werkzeuge für die Modernisierung, die Entwicklung und die Integration von Software.
Stephan Romeder ist Geschäftsführer von Magic Software Enterprises. Das Unternehmen liefert Werkzeuge für die Modernisierung, die Entwicklung und die Integration von Software.

Wurden im Lizenzmodell pro Arbeitsplatz 2.000 Euro verdient, sind es im SaaS-Modell plötzlich 200 Euro monatlich. Stephan Romeder, Geschäftsführer der Magic Software Enterprises kennt die Problematik dieses Geschäftsmodells. Für IT-BUSINESS nennt der Wirtschaftsinformatiker Tücken und Kniffe in diesem Umfeld.

Die Lage in der Software-Branche ist etwa so wie bei den Printmedien vor einigen Jahren: ein neues Geschäftsmodell steht vor der Tür und strategische Entscheidungen für das eigene Unternehmen müssen getroffen werden, damit die Marktentwicklung zur Chance, nicht zum Risiko wird.

Erschütterte das Internet das Printmedien-Geschäftsmodell, Informationen an seine Leser und die Leser an die Werbewirtschaft zu verkaufen, bedroht das Geschäftsmodell Software-as-a-Service Software-Unternehmen, deren Einnahmen von Lizenzgebühren abhängen. Allerdings, und das macht die Lage dann doch weniger dramatisch, geht niemand davon aus, dass er Software wie die bisher kostenpflichtigen Informationen der Printmedien über das Internet kostenlos nutzen kann. Die Zahlungsmodelle „Software as a Service“ (SaaS) und „Software as License“ unterscheiden sich jedoch so gravierend, dass Software-Hersteller vorsichtig sein müssen, wenn sie sich in Richtung SaaS bewegen.

SaaS gewinnt an Attraktivität

Doch zunächst: Was macht SaaS für die Nutzer gerade jetzt so attraktiv, dass es sich als vollwertiges Geschäfts- und Softwarebetriebskonzept neben dem traditionellen Lizenz- und Client-Server-Modell etabliert? Unter anderen Namen, etwa Application Service Providing (ASP) ist das Basiskonzept – Software aus der Steckdose und Bezahlung nach Gebrauch – ja schon seit Jahren bekannt und im Gespräch.


Das ist zunächst der „alte“ Vorteil, der schon das Versprechen des ASP-Modells war: Kein Stress mehr mit Hard- und Software-Installationen innerhalb des Unternehmens. Niemand muss sich mehr um Server, Software-Updates oder ähnliche IT-Dinge kümmern.

Realisierbar wird das Versprechen jedoch erst jetzt durch die flächendeckende Versorgung mit bandbreiten Internet-Verbindungen, über die auch große Datenmengen in gefühlter Echtzeit übertragbar sind. Ein weiterer Attraktivitätsfaktor ist die Rich-Internet-Technologie, die die Entwicklung von webbasierenden Anwendungen in Desktop-Qualität erlaubt. Ergebnis dieser beiden technologischen Innovationen: Wenn ein Nutzer heute über eine Breitband-Internetverbindung mit einer im Rechenzentrum installierten RIA arbeitet, steht diese in Design, Bedienungsfreundlichkeit und Schnelligkeit einer modernen Client-Server-Lösung, die auf Servern im Unternehmen läuft, in nichts nach.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Geschäftsmodell SaaS und den Auswirkungen auf Cash Flow und Profit.

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