Navi-Hersteller in Schwierigkeiten Myguide ist insolvent

Redakteur: Regina Böckle

Der Navi-Hersteller Myguide, ehemals von Anubis-Gründer Dominique Bonk ins Leben gerufen, musste nun beim Amtsgericht Saarbrücken Insolvenzantrag stellen. Ob und wie es weitergehen soll, ist derzeit noch unklar.

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Nach der Insolvenz des Peripherie-Spezialisten Anubis im April 2007 hatte dessen Gründer Dominique Bonk mit der Firma Myguide einen Neustart gewagt. Zwar mit anderen Produkten, aber mit ähnlichen Absatzkanälen, vorrangig im Retail. Myguide sollte im wachstumsstarken Markt für Navigations- und Zubehörgeräte für klingende Münze sorgen. Bonk hat das Unternehmen im Frühjahr 2007 verkauft. Rechtzeitig, wie es aussieht, denn jetzt musste Myguide Insolvenz anmelden (Aktenzeichen 107 IN 63/08). Das Amtsgericht Saarbrücken hat für den insolventen Navi-Hersteller Rechtsanwalt Klaus Hassdenteufel zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Schweizer Wurzeln

Eingetragener Geschäftsführer der MyGuide Deutschland GmbH war seit August 2008 der Holländer Leonardus Petrus Franciscus van de Voort. Van de Voort war außerdem bis Ende 2007 als Verwaltungsrat der Road Group Holding AG im schweizerischen Zug tätig. Die Beteiligungsgesellschaft Road Group war seit September 2007 an der Muttergesellschaft, der ebenfalls in Zug ansässigen Myguide Holding beteiligt (ehemals Myguide Holding AG, und davor Myguide Internet AG). Aus den Reihen der Schweizer Myguide rekrutierten sich denn auch die mehrfach wechselnden Geschäftsführer der Myguide Deutschland. Die Muttergesellschaft Myguide versteht sich als Beteiligungsgesellschaft.

Inwiefern möglicherweise ihr Rückzug aus der deutschen Beteiligung Ursache für die Insolvenz gewesen sein könnte, ist derzeit noch unklar.

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