Datenschutz-Einstellungen in Windows 10 werden ignoriert

Windows 10 ist nicht still zu kriegen

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Daten in der Cloud verschlüsseln

Die Datenübertragung zwischen einem Rechner und Microsofts Onedrive-Servern läuft zwar verschlüsselt ab, die Daten selbst werden aber unverschlüsselt abgelegt. Wer damit nicht zufrieden ist, der kann zu einem Dienst wechseln, die verschlüsselt speichern etwa den deutschen Angeboten Teamdrive 4 oder Idgard. Oder man kann wichtige Daten auf Onedrive verschlüsselt ablegen. Das ermöglicht beispielsweise dievon der Augsburger Firma Secomba entwickelte Software Boxcryptor, die zudem auch Google Drive, Dropbox oder Sugarsync unterstützt.

Cortana und der Datenschutz

Die persönliche Assistentin Cortana nutzt umfassend persönliche Daten, wenn alle Funktionen genutzt werden. Denn um beispielsweise an Termine erinnern zu können, benötigt die Software Zugriff auf den Kalender, die Kontakte, Ortungsdienste und auch Daten aus E-Mails und Kurzmitteilungen. Die sind nötig, damit Cortana bei der Nachverfolgung von Paketen oder oder bei der Flugplanung helfen kann. Zudem werden auch Sprachdaten an Microsoft gesendet, um die Spracherkennung zu verbessern. Auch der Browser-Verlauf in Edge wird ausgewertet solange man nicht den Inprivate-Modus des Browsers verwendet. In den Cortana-Einstellungen sowie den Bing-Settings kann ein User festlegen, welche Daten erfasst und genutzt werden. Er kann durch Cortana gespeicherte Daten auch löschen. Da der Dienst auch geräteübergreifend funktioniert, werden auch Daten über Microsoft-Server synchronisiert. Für zielgerichtete Werbung werden die durch Cortana verarbeiteten Daten nicht genutzt. Letztlich muss aber jeder Anwender selbst entscheiden, ob ihm der Komfort wichtiger ist, oder der Umstand, dass private Daten den eigenen Rechner nicht verlassen.

In Firmen kann die Verwendung von Cortana auch per Gruppenrichtlinie unterbunden werden. Allerdings will Microsoft Cortana auch zur digitalen Assistentin im Firmenumfeld ausbauen, etwa für Office 365 oder als Cortana Analytics als Interface für Big-Data-Anwendungen. Hier muss Microsoft dann schon noch etwas genauer erklären, welche Daten wo verarbeitet werden und wer darauf Zugriff hat.

(ID:43551711)