ERP-Umfrage von ITscope Wie digital sind Einkaufsprozesse in Systemhäusern?

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Umfrage von ITscope zeigt: Die Mehrheit der Systemhäuser und IT-Dienstleister schätzt den eigenen Digitalisierungsgrad ihrer Einkaufsprozesse nur mittelmäßig ein und rund zwei Prozent der Befragten nutzen gar kein ERP-System.

Die ITscope Umfrage zeigt: Die ERP-Landschaft im ITK-Channel zeigt ein breites Spektrum an Lösungen und Digitalisierungsgraden auf.(Bild: ©  JH45 - stock.adobe.com)
Die ITscope Umfrage zeigt: Die ERP-Landschaft im ITK-Channel zeigt ein breites Spektrum an Lösungen und Digitalisierungsgraden auf.
(Bild: © JH45 - stock.adobe.com)

ITscope hat IT-Dienstleister in einer Umfrage nach ihrem Digitalisierungsstand bei ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) befragt und zusätzlich Bestandskundendaten ausgewertet. Entstanden ist ein aktuelles Bild, wie ERP-Systeme im ITK-Channel eingesetzt werden und wie Unternehmen ihre Einkaufs- und Geschäftsprozesse organisieren.

Digitalisierungsstand: Zwischen Standard und Eigenentwicklung

So schätzen die befragten IT-Systemhäuser der ITscope-Umfrage ihren Digitalisierungsgrad ein.(Bild:  ITScope)
So schätzen die befragten IT-Systemhäuser der ITscope-Umfrage ihren Digitalisierungsgrad ein.
(Bild: ITScope)

Die Mehrheit der IT-Dienstleister schätzt den Digitalisierungsgrad ihrer Einkaufsprozesse nur als mittelmäßig ein. „Während einige Unternehmen bereits hochautomatisiert arbeiten, setzen andere noch auf einfache Rechnungsprogramme oder sogar Eigenentwicklungen“, sagt Dr. Oliver Charles, Managing Director bei ITscope. „Der eigentliche Hebel liegt aber nicht nur in der Wahl des ERP-Systems, sondern in dessen Integration in Einkauf, Service oder Buchhaltung. Erst vernetzte Prozesse machen den Unterschied im Digitalisierungsgrad.“

Einkaufsprozesse: Viel erreicht, aber noch Luft nach oben

Auf einer Skala von 1 bis 10 ordnen sich die meisten Befragten im Bereich von 4 bis 7 ein. Nur wenige sehen ihre Prozesse als vollständig digitalisiert. Rund zwei Prozent gaben an, gar kein ERP-System zu nutzen. Diese Unternehmen bewerteten ihren Digitalisierungsgrad deutlich niedriger als der Durchschnitt – ein Hinweis darauf, dass fehlende ERP-Lösungen zum Engpass werden können.

Über die Umfrage

Zur Methodik Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 202 ITscope-Interessenten und -Kunden. Ergänzend wurden ERP-Daten von 229 ITscope-Bestandskunden einbezogen. Die Erhebung ist nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt, gibt aber einen aktuellen Einblick in den Status quo der ERP-Landschaft im Systemhaus- und ITK-Channel. Hier geht es zum vollständigen Whitepaper der ITscope-Umfrage.

ERP-Landschaft: Konzentration auf wenige Systeme

Trotz der Vielzahl genutzter Lösungen entfällt ein Großteil der Nennungen auf wenige Systeme. Berücksichtigt wurden dabei sowohl die Angaben aus der Umfrage als auch Bestandskundendaten von ITscope. Besonders verbreitet sind internationale Standards wie SAP und Microsoft Dynamics, aber auch branchenspezifische Lösungen wie Systemhaus.One, MKS Goliath oder C-entron. Daneben spielen etablierte Systeme wie Weclapp eine wichtige Rolle, während Eigenentwicklungen mit rund drei Prozent eine Nische darstellen.

Integration als Schlüsselfaktor

Dr. Oliver Charles ist seit Juni 2025 Managing Director bei ITscope.(Bild:  ITscope)
Dr. Oliver Charles ist seit Juni 2025 Managing Director bei ITscope.
(Bild: ITscope)

Die Befragung macht auch deutlich, dass die Fähigkeit zur Anbindung an andere Anwendungen ein entscheidender Maßstab für den Digitalisierungsgrad ist. Unternehmen, die ihr ERP mit Einkaufstools, Webshops oder Service-Lösungen vernetzen, bewerten ihre Prozesse signifikant digitaler.

Integration ist heute der verlässlichste Indikator für den Stand der Digitalisierung im Systemhaus.

Dr. Oliver Charles, Managing Director bei ITscope

Weiterhin macht der Managing Director deutlich: „Wo Schnittstellen konsequent genutzt werden, steigt die Effizienz spürbar und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit.“

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