Vom Dienstleister zum Spezialisten Wenn Security zur Prio wird

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Wenn das Tagesgeschäft ins Stocken gerät, muss sich etwas ändern. Netz16 setzte auf IT-Security und spezialisierte sich immer mehr. Die Umstrukturierung hat sich gelohnt, wie Geschäftsführer Dr. Andreas Herch im Interview erklärt.

Im IT-Markt tut sich ständig was. Kunden stehen immer wieder vor neuen, komplexen Herausforderungen. Um sich der dynamischen Marktsituation anzupassen, beschloss Netz16, neue Ansätze zu wagen. (Bild:  Best - stock.adobe.com / KI-generiert)
Im IT-Markt tut sich ständig was. Kunden stehen immer wieder vor neuen, komplexen Herausforderungen. Um sich der dynamischen Marktsituation anzupassen, beschloss Netz16, neue Ansätze zu wagen.
(Bild: Best - stock.adobe.com / KI-generiert)

„Als die Aufträge und Zahlen immer mehr stagnierten, wurde uns klar: Wir müssen uns neu erfinden“, erläutert Dr. Andreas Herch, Geschäftsführer bei Netz16. Um den Bedürfnissen des Markts, die sich stetig im Wandel befinden, gerecht zu werden, krempelte das Unternehmen vor etwa zwei Jahren um.

Netz16 neu gedacht

Vorher definierte sich der IT-Dienstleister aus Augsburg als „Allrounder“ mit breitem Portfolio, heute sieht er sich als Security-Spezialist. „Denn das mit Abstand wichtigste Thema für Unternehmen ist Cybersecurity“, bestätigt Herch. Zunächst wurde der klassische Verkauf aufgelöst. Anschließend wurde das Security-Produktportfolio erweitert. Neu sind Kataloge, in denen für jeden IT-Service ein Produkt abgebildet wird. Mit einem Konfigurator stellen Unternehmen ihre Produkte nach Bedarf zusammen. Das Flaggschiffprodukt dabei ist „Darknet Monitoring (DNM)“, welches den Kunden sozusagen „darknetmäßig“ scannen kann. Dieses wird auch als Managed Service angeboten. Und auch sonst rückten Managed Services bei Netz16 stark in den Fokus.

Cybersecurity ist mit Abstand das wichtigste Thema für Unternehmen.

Andreas Herch, Netz16

Dr. Andreas Herch, Geschäftsführer bei Netz16(Bild:  ben grafik | Benjamin Janot)
Dr. Andreas Herch, Geschäftsführer bei Netz16
(Bild: ben grafik | Benjamin Janot)

NIS2 als größte Herausforderung

Wo die Kunden ihre größten Sorgen haben, wird durch regelmäßige Umfragen von Netz16 abgeklopft. „So sind wir einen Schritt voraus, indem wir analysieren, was die Kunden brauchen und können frühzeitig passende Produkte entwickeln.“ Das Security-Top-Thema 2023 war Zero Trust. In diesem Jahr wird die Liste geführt von NIS2, Zero Trust und KI.

NIS2 tritt demnächst in Kraft und daher bei Netz16 sehr präsent. „Mitte 2023 hatten wir angefangen, uns näher mit dem Thema zu beschäftigen und wollten sechs Monate vor Frist ein passendes Produkt für NIS2 entwickelt haben“, erinnert sich Herch. Dies war die Geburtsstunde von „NIS2-Readiness“. Damit soll dem Kunden veranschaulicht werden, was hinter der Richtlinie steckt, welche Kriterien zu erfüllen sind und was NIS2 für das Unternehmen bedeutet. „Eine unserer neugewonnen Stärken durch die Umstrukturierung ist, schnell auf Veränderungen auf dem Markt reagieren zu können“, verdeutlicht Herch.

Zweiter Cybersecurity Tag

Wo der Schuh bei den Kunden und Partnern drückt, erfährt man am besten durch den Austausch etwa auf Veranstaltungen. Eine Gelegenheit dazu bot der zweite Cybersecurity Tag von Netz16 in Augsburg. Nachdem der erste Cybersecurity Tag 2023 sehr technisch geprägt war, ist die Veranstaltung in diesem Jahr erweitert worden. So gab es zusätzlich zu technisch tiefen Vorträgen in den Logen der WWK ARENA auch einen Messebereich. Partner und Sponsoren wie Barracuda, Sophos oder Cisco waren vor Ort. Auch mit Distributoren wie ADN oder Westcon arbeitet Netz16 zusammen.

Was Netz16 in Zukunft noch ändern will? „Früher waren wir sehr fokussiert auf die Lokalität, sprich den Augsburger und Münchner Raum“, sagt Herch. Der nächste Schritt für die Zukunft sei, das Netz16-Portfolio deutschlandweit zu vermarkten.

netz16 – 2. Augsburger Cybersecurity-Tag
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