Technischer Überblick: Speichermedien für digitale Spiegelreflexkameras Welche Compact-Flash-Karte ist die Richtige?

Redakteur: Daniel Feldmaier

SD-Karten sind die gängigsten Speicherkarten für Kompaktkameras. Im Gegensatz dazu sind bei digitalen Spiegelreflexkameras Compact-Flash-Karten das verbreitetste Speichermedium. Ein technischer Überblick über Speicherkarten-Technologien.

Anbieter zum Thema

Je nach Grad der Professionalisierung sind Speicherkarten für Spiegelreflexkameras (DSLR) unterschiedlichen Anforderungen ausgesetzt. Hauptmerkmal einer Compact-Flash-Karte ist die Schreibgeschwindigkeit. Je schneller die Karte desto höher der Preis. Dieser kann auch leicht die Einhundert-Euro-Marke überschreiten. Die Speicherspezialisten von Transcend geben im Folgenden Text einen Überblick über Angaben wie 400x oder 600x und erklären Bezeichnungen wie ECC, PIO, DMA und UDMA.

Geschwindigkeitsklassifizierung

Spiegelreflexkameras bieten heutzutage neben einer Auflösung von zwanzig Megapixeln und einer Bildfrequenz von bis zu acht Bildern pro Sekunde auch Videofunktionen in High Definition (HD). Dabei entstehen große Datenmengen, die von der Speicherkarte entsprechend verarbeitet werden müssen. Die Geschwindigkeit der Speicherkarte wird gewöhnlich durch die Verwendung des Buchstaben „x” klassifiziert. Das „x” entspricht der Geschwindigkeit der ersten Audio-CD-ROM mit 150 Kilobyte pro Sekunde. Eine Karte mit einer Geschwindigkeit von 600x entspricht damit einer Datenübertragungsrate von 600×150 Kilobyte also 90 Megabyte pro Sekunde.

Für Anwender digitaler High-End-Spiegelreflexkameras wie die Nikon D3 oder Canon EOS 5D Mark ist der Kauf einer CF-Karte über der „400x“-Marke empfehlenswert. Diese Speicherkarten sind speziell für High-Speed-Fotoaufnahmen und eine flüssige HD-Videoaufnahme geeignet.

Für digitale Spiegelreflexkameras der Mittelklasse ist eine 300x-Karte die ideale Wahl. Die Schreibgeschwindigkeit dieser Klasse genügt allen Anforderungen der Kamera und eignet sich auch für schnelle Bildfrequenzen, die beispielsweise bei Sport-Ereignissen notwendig sind.

Digitale Spiegelreflexkameras für Einsteiger können auch problemlos mit kostengünstigen 133x CF-Karten bestückt werden.

ECC (Error Correction Code)

Der Error Correction Code ist ein Algorithmus für die Wiedergabe einer Nummernfolge. Jegliche Fehler, die auftreten, werden erkannt und behoben – basierend auf den verbliebenen Nummern. Kurz gesagt: ECC wird verwendet, um automatisch alle Fehler zu erkennen und zu beheben, die während der Datenübertragung auftreten.

PIO, DMA & UDMA

Programmed Input/Output (PIO), Direct Memory Access (DMA) und Ultra DMA (UDMA) sind Datenübertragungsmodi. Verglichen mit PIO, einer Methode der Datenübertragung zwischen der CPU und einem Peripheriegerät, ist DMA eine Zugriffsart für externe Geräte, bei der die Datenübertragung nicht von dem Zentralprozessor gesteuert wird.

Folgendes Beispiel soll den Unterschied zwischen PIO und DMA veranschaulichen: Der PIO-Modus gleicht einem traditionellen Tante-Emma-Laden ohne freien Zugang zu den Produkten. Jedes angefragte Produkt wird von der Bedienung aus den Regalen hinter dem Tresen hergebracht. Der DMA-Modus gleicht einem Durchschnitts-Supermarkt mit frei zugänglichen Regalen, von denen sich die Kunden jedes Produkt selbst auswählen können. Der UDMA-Modus ist mit einem Großmarkt zu vergleichen, in dem sich der Einkauf schneller erledigen lässt als bei den anderen beiden Möglichkeiten.

Nicht nur die Speichergröße und Schreibgeschwindigkeit einer Compact-Flash-Karte und damit der Preis sind ausschlaggebend für eine maximale Performance der Spiegelreflexkamera, auch der Datenübertragungsmodus zwischen Kamera und Karte ist wichtig. Welcher Modus von der Kamera verwendet wird, kann in der Bedienungsanleitung des Herstellers und im Internet nachgelesen werden.

(ID:2046838)