Definition Was ist Open Street Map

Von Laimingas

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Open Street Map (OSM) ist mit dem Ziel angetreten, eine kostenlos nutzbare Weltkarte zu schaffen. Dafür werden von den beteiligten Entwicklern auf globaler Ebene zahllose Daten über Städte, Straßen, Häuser, Eisenbahnlinien, Wälder, Flüsse u.v.m. gesammelt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Initiiert wurde das Open-Street-Map-Projekt von dem englischen Informatiker Steve Coast im Jahr 2004. Ihm haben sich im Laufe der Jahre sehr viele Freiwillige aus zahlreichen Ländern angeschlossen, um entweder zur Entwicklung der Software beizutragen oder Geodaten zu sammeln und zu bearbeiten. Im Frühjahr 2006 war die Infrastruktur so weit fortgeschritten, dass die ersten größeren Regionen erfasst und dargestellt werden konnten. Im Sommer des Jahres gab es bereits 2.500 Nutzer, die bis dahin mehr als neun Millionen Wegpunkte zusammengetragen und in die Datenbank von OSM eingetragen hatten. Nur ein Jahr später waren es knapp 10.000 Nutzer und etwa 90 Millionen Datensätze.

Seit April 2006 gibt es die Open Street Map Foundation, die für die Arbeit Spenden einsammelt und als Gremium für Entscheidungen und Zielsetzungen Verantwortung übernommen hat. Als Non-Profit-Organisation verfolgt sie das Ziel, sämtliche geografischen Daten für den freien Gebrauch zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, dass diese auch für kommerzielle Landkarten auf Webseiten, in Druckprodukten oder in Navigationssoftware genutzt werden können. Es ist lediglich die Angabe von OSM als Quelle oder – bei einer Abänderung von Datensätzen – eine Unterstellung der Änderungen unter die Lizenz erforderlich.

Laut einer aktuellen Schätzung gab es:

  • rund 8,3 Millionen registrierte Nutzer und
  • 7,4 Milliarden Knotenpunkte (Stand Januar 2022)
  • etwa 4 Millionen Kartenänderungen pro Tag und
  • 1,75 Millionen Nutzer, die Beiträge leisten (Stand 4. Quartal 2021)

Unterschied zu Google Maps und anderen Anbietern

Zwar sind die Karten von Google und von anderen Anbietern in der Regel ebenfalls kostenlos, die Nutzung ist aber nicht frei, sondern an die Webseiten oder die Programmierschnittstellen (API) gebunden. Ein Ausdrucken oder Weitergeben ist meist nicht erlaubt. Zudem stellt Google lediglich die Karten zur Verfügung, jedoch nicht die Geodaten, auf denen sie beruhen. Die Karten können also nur so benutzt werden, wie sie vorliegen. Will man ihnen einen anderen Stil geben oder eigene Routing-Algorithmen probieren, funktioniert das nicht.

Bei Open Street Map kann man sowohl auf vorbereitete Kartenbilder, als auch auf die Rohdaten zugreifen, so dass eine beliebige Nutzung auf Webseiten oder anderen Plattformen ermöglicht wird (genutzt werden sie etwa in Apps wie Komoot). Die Rohdaten bei OSM werden ständig aktualisiert und können mit den weltweit vorhandenen Angaben als sogenannte Planet File heruntergeladen werden.

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