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Definition Was ist Nachhaltigkeit ?

| Autor / Redakteur: Diderot / Dr. Andreas Bergler

Nachhaltigkeit ist der verantwortungsvolle Umgang mit ökologischen, ökonomischen und menschlichen Ressourcen Nachhaltigkeit bestimmt immer mehr das menschliche und wirtschaftliche Miteinander. Unter ihrem Aspekt wachsen Ökonomie und Ökologie zusammen. Sie ordnet jeden Konsumenten und jedes Unternehmen in einen notwendigen Umdenkprozess ein.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Nachhaltigkeit ist ein jahrhundertealter Begriff: Erstmals wurde das Konzept 1713 formuliert. Sein Autor Carl von Carlowitz wies in einer Abhandlung über Forstwirtschaft auf die Notwendigkeit hin, abgeholzte Bäume zu gleichen Teilen wieder aufzuforsten. Damit traf er den Kern des Nachhaltigkeitsgedankens: Die Erhaltung der natürlich Ressourcen dieses Planeten.

Im ausgehenden 20. Jahrhunderts trat die Nachhaltigkeit deutlicher in den Kontext des wirtschaftlichen Handelns. 1992 hielt die Internationale Gemeinschaft auf der UNO-Umweltkonferenz in Rio die Verpflichtung zur globalen nachhaltigen Entwicklung fest. Dabei wurde nicht nur die wirtschaftliche Ebene, sondern auch die soziale angesprochen.

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Aktueller Leitfaden für die Nachhaltigkeit ist die Agenda 2030. In ihr haben die Vereinten Nationen 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert. Eckpfeiler dieser Ziele sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Schutz der Umwelt, wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Gerechtigkeit. Der Nachhaltigkeitsgedanke schließt das Recht des Menschen auf würdige Arbeitsbedingungen und die Bekämpfung von Armut und Hunger ein.

Nachhaltigkeitserfolge als Aushängeschild

Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie wird von Politikern, von Unternehmen und von Konsumenten getragen. Sie macht ihre Ansprüche in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern geltend. Jeden Einzelnen fordert sie auf, Konsumhaltung und Lebensführung unter dem Aspekt der Umwelt- und Ressourcenschonung zu hinterfragen. Unternehmen stellt die Nachhaltigkeit vor besondere Herausforderungen: Der wirtschaftliche Erfolg soll unter behutsamem Umgang mit Materialien, Energien und der Mitarbeiterschaft gesichert werden. Die glaubwürdige Integration der Nachhaltigkeit in den Produktionsablauf legitimiert das Unternehmen.

Allgemeine Nachhaltigkeitsziele

  • Reduzierung der C02-Emissionen
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Einsatz langlebiger, möglichst naturbasierter Produkte
  • faire Arbeitsbedingungen für alle
  • Abfallreduktion
  • Einschränkung/ Neubewertung des eigenen Konsumverhaltens

Green IT: Ein wichtiger Beitrag zum Nachhaltigkeitskonzept

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsbestrebens hat sich der Begriff „Green Business“ entwickelt: Das Ziel, Wertschöpfungsketten in Sinne von Nachhaltigkeit zu optimieren. „Green IT“ ist ein wichtiger Unterbereich von Green Business. Hier geht es zum einen um die Entwicklung einer ressourcenschonenden Produktpalette. Zum anderen nimmt Green IT einen großen Einfluss auf die Nachhaltigkeitspotenziale von Unternehmen. Green IT stattet mit energiesparenden Geräten aus, hilft Papierausdrucke vermeiden, reduziert den Stromverbrauch von Rechenzentren durch Maßnahmen wie Free Cooling und die Optimierung der Serverauslastung. Green IT entwickelt Softwarelösungen für die Logistik, um Leerfahrten zu vermeiden. Digitale Steuerungssysteme (Stichwort Smart Home) helfen, Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen.

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