Definition Was ist Mensch-Roboter-Interaktion (MRI)?

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Die Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) befasst sich mit der Gestaltung, Umsetzung und Bewertung der Interaktionen zwischen menschlichen Bedienern und Robotern. Ihr Ziel besteht darin, effiziente, sichere und komfortable Interaktionen sicherzustellen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Mensch und Roboter treffen im Arbeitsleben immer häufiger aufeinander. Dabei müssen sie sich oftmals nicht nur den Arbeitsbereich teilen, sondern auch Ziele hinsichtlich der Aufgabenerfüllung. Diese enge Kollaboration bietet ein großes Potenzial für eine menschengerechte Arbeitsgestaltung. Auf der anderen Seite ergeben sich aber völlig neue Ansätze für die Interaktion von Mensch und Maschine. Dabei kommt die Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) ins Spiel. Das multidisziplinäre Fachgebiet stützt sich auf Erkenntnisse aus Bereichen wie Mensch-Computer-Interaktion, Künstliche Intelligenz, Robotik, natürliche Sprachverarbeitung, Design und Psychologie, um MRI-Szenarien zu planen, zu realisieren und zu evaluieren.

Ursprünge der Mensch-Roboter-Interaktion

Science-Fiction und akademische Spekulationen thematisierten die Mensch-Roboter-Interaktion schon, bevor es Roboter tatsächlich gab. Der russisch-amerikanische Biochemiker, Sachbuchautor und Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov prägte in seiner 1942 erschienenen Erzählung „Runaround“ die „Drei Gesetze der Robotik“, die Folgendes zum Inhalt haben:

  • 1. Roboter dürfen Menschen weder verletzen noch sie durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  • 2. Roboter müssen den Befehlen von Menschen folgen, sofern diese nicht dem ersten Gesetz widersprechen.
  • 3. Roboter müssen sich selbst schützen, wenn das nicht im Widerspruch zum ersten oder zweiten Gesetz steht.

Diese drei Gesetze geben einen groben Überblick über die Ziele, die Forscher und Ingenieure heute für die Sicherheit im MRI-Sektor verfolgen. Mittlerweile sind die Bereiche der Roboter- und Maschinenethik allerdings deutlich komplexer als diese Grundsätze.

Kategorien der MRI

Kerstin Dautenhahn, eine kanadische Professorin für intelligente Robotik, unterteilt die MRI in drei Kategorien: die roboterzentrierte, die roboterkognitionszentrierte und die menschenzentrierte Mensch-Roboter-Interaktion.

Bei der roboterzentrierten MRI bildet der Roboter eine autonome Einheit. Der Mensch kümmert sich hierbei lediglich um die Bedürfnisse des Roboters (z. B. Entfernen von Grasresten aus dem Mähroboter). Bei der roboterkognitionszentrierten MRI agiert der Roboter als intelligentes System, dem bestimmte Fähigkeiten antrainiert werden (z. B. „Kismet“ von MIT Media Lab).

Die dritte Kategorie, die menschenzentrierte MRI, betont die menschliche Perspektive. Bei diesem Ansatz geht es um die Gestaltung eines glaubwürdigen, akzeptierten Roboters mit menschenfreundlichem Verhalten (z. B. Bildungsroboter "Elias").

Für die MRI-Forschung genutzte Roboter

Während für einige Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Mensch-Roboter-Interaktion neue Roboter entwickelt wurden, kamen bei anderen schon vorhandene zum Einsatz. Zu den am häufigsten für Forschungszwecke verwendeten Robotern zählen der programmierbare humanoide Roboter Nao, der soziale humanoide Roboter Pepper und der programmierbare Begleitroboter Misty.

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