Definition Was ist Green Coding?

Von Christian Schreiber 2 min Lesedauer

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Green Coding gilt als effiziente und nachhaltige Methode der umweltverträglichen Entwicklung von Softwarelösungen. Ziel ist eine Senkung des Energieverbrauchs während der Programmierung, aber auch im späteren Betrieb.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ein erheblicher Teil des weltweiten Energieverbrauchs entfällt heute auf den IT-Bereich. Die damit zwangsläufig einhergehende Belastung der Umwelt stellt nicht nur die Hersteller von Computerhardware vor besondere Herausforderungen, sondern bewegt auch Softwareentwickler dazu, nach Möglichkeiten zur Senkung des für den Betrieb von IT-Anwendungen benötigten Stroms zu suchen. Dabei entwickelte Technologien und Praktiken zur Verringerung der Umweltauswirkungen der IT werden als Green Coding bezeichnet.

Umweltauswirkungen der IT minimieren

Das Green-Coding-Konzept rückte erstmals in der zweiten Hälfte der 2000er Jahre ins Licht, als der Bedarf an Technologien zur Senkung des Energieverbrauchs in der IT merklich zunahm. Beim Green Coding geht es in erster Linie um die systematische Anwendung von Praktiken, welche die Umweltauswirkungen der IT minimieren und den Wunsch unternehmerischer Nachhaltigkeit unterstützen. Durch gezielte Energiesparmaßnahmen soll die Effizienz einer Anwendung maximiert, zugleich aber auch die Emission bei der Benutzung von Softwarelösungen begrenzt werden. Beweggründe für Green Coding sind einerseits ethische Überlegungen und das Bewusstsein der eigenen Verantwortung für den Klimaschutz, andererseits aber auch monetäre Interessen, da der Begriff der „grünen IT“ als verkaufsförderndes Argument im Wettbewerb um Kunden gut eingesetzt werden kann.

Erheblicher Stromverbrauch im IT-Sektor

Nach Einschätzung von Experten hat der IT-Sektor einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Klima, weswegen Maßnahmen zur Senkung benötigter Energiemengen hier als zukunftsorientiert gelten. Die immer stärker um sich greifende Digitalisierung hat die Emissionen der Informations- und Kommunikationstechnologie mittlerweile auf das Niveau der durch den internationalen Flugverkehr auftretenden Belastungen gebracht: inzwischen wird ein Zehntel des weltweit zur Verfügung stehenden Stroms von der IT-Industrie verbraucht. Die Tendenz ist dabei steigend.

Ein wichtiges Ziel beim Green Coding ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die durch Erzeugung der für Softwareentwicklung benötigten Energie entstehen. Allerdings wird vor allem nach Lösungen gesucht, die nicht nur kurzfristig zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs führen (etwa in der Testphase neuer Anwendungen), sondern auch während der späteren Nutzung. Um dieses Ziel zu erreichen, kann neben dem Einsatz erneuerbarer Energien (z. B. aus Windkraftanlagen) auf Seite der Programmierer auch die Verlagerung von Software aus lokalen Servern in einen Cloud Service auf Nutzerebene sinnvoll sein. Verhaltensbezogene Überlegungen gehören somit untrennbar zum Green Coding, da der Gesamtenergieverbrauch immer auch im Zusammenhang mit den erwarteten Benutzerszenarien bewertet werden muss.

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