Definition Was ist Fast Identity Online (FIDO)?

Von Ira Zahorsky

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Fast Identity Online (FIDO) ist der Name für Standards, die Kennwörter zur Authentifizierung mittel- und langfristig überflüssig machen sollen. Verwaltet wird er von der FIDO-Allianz, die mehr als 250 Mitglieder aus Wirtschaft und Politik zählt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

„Fast Identity Online“ („Schnelle Überprüfung der Identität online“ – FIDO) begann als konzeptionelle Idee im Jahr 2013, um den Gebrauch von Passwörtern auf Computern und Mobilgeräten deutlich zu reduzieren. Inzwischen lautet das Ziel, diese für die Authentifizierung mittel- und langfristig vollständig überflüssig zu machen. Sie sollen beispielsweise durch biometrische Verfahren ersetzt werden. Dies bietet zwei Vorteile: Erstens steigt das Sicherheitsniveau spürbar an, weil Kennwörter gestohlen werden können, aber z.B. biometrische Merkmale nicht. Zweitens steigt der Nutzerkomfort: Vergessene Passwörter sind kein Problem mehr. Aus dem FIDO-Konzept entstanden deshalb einige Standards wie z.B. WebAuthn (Standard-Webschnittstelle für Browser und Plattformen), die von der FIDO-Allianz verwaltet und weiterentwickelt werden.

Wer ist Teil der FIDO-Allianz?

Zur 2013 gegründeten FIDO-Allianz zählen mehr als 250 Mitglieder aus Bereichen wie Technologie, Politik, Finanzdienstleistungen und dem Gesundheitswesen. Bekannte beteiligte Firmen sind beispielsweise:

  • Microsoft
  • Apple
  • Google
  • Mastercard
  • VISA
  • Facebook
  • American Express

Wie funktioniert eine FIDO-Authentifizierung?

Konkret legt die FIDO-Allianz Standards fest, die Anbieter für kennwortlose Authentifizierungen in den gängigen Browsern (Google Chrome, Edge, Safari, etc.) oder in Apps unter Windows, Mac OS, iOS und Android einhalten müssen. Wer diese erfüllt, kann sich von der Allianz hierfür zertifizieren lassen. Alle Standards basieren dabei auf einer Kryptografie mit öffentlichen Schlüsseln. Neben WebAuthn sind die „Client to Authenticator Protocols“ („Klient zum Authentifikator Protokolle“ – CTAP) die gängigen Spezifikationen für Apps. Kommen WebAuthn und CTAP gemeinsam zum Einsatz, ist die Rede von FIDO2.

Die Anbieter behalten die Freiheit für eigene Lösungen

Eine FIDO-Authentifizierung zwingt den Anbietern also kein bestimmtes Verfahren auf. Sie können eigene Lösungen wie Gesichtsscans, Fingerabdrücke oder die Eingabe von Pins entwickeln. Wichtig ist lediglich, dass die Lösungen den von der FIDO-Allianz festgelegten Standards genügen. Dies soll einen Wettbewerb ermöglichen, der zu immer besseren Lösungen führt.

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