Definition Was ist eine Passphrase?

Von Ira Zahorsky

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Eine Passphrase funktioniert wie ein Passwort, besteht jedoch aus einer wesentlich längeren Zeichenkette, um den Zugang zu IT-Systemen zu schützen, Daten zu verschlüsseln oder Nachrichten zu signieren. Sie bietet durch ihre Länge mehr Sicherheit.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Trotz aller Warnungen von IT-Experten oder Organisationen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschränken sich immer noch viele Computernutzer auf höchst einfache Zugangssicherungen für ihre Rechner mit einfachen Passwörtern. Im Extremfall lauten diese dann „123456“, „passwort“ oder „qwertz“ wie die ersten sechs Buchstaben auf der Tastatur. Cyberkriminelle haben damit leichtes Spiel, denn die Wahl ist ungefähr so, als wenn man sein Haus oder seine Wohnung verlässt und den Schlüssel außen stecken lässt: Der Einbrecher muss ihn nur noch umdrehen, um sich Zugang zu verschaffen.

Wer mehr für seine Sicherheit tun will, überlegt sich ein schwieriges Passwort, und zwar für jede einzelne Anwendung ein anderes. Früher gab es Empfehlungen, beispielsweise durch das BSI, Passwörter nach drei oder sechs Monaten auszutauschen. Dies gilt heute nicht mehr als Goldstandard. Wer es Hackern so schwer wie möglich machen will, verwendet heute Passphrasen. Diese können im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Passwort mit acht, zehn oder sechzehn Zeichen aus einer Kette von 100 Zeichen oder mehr bestehen.

Wie wird eine Passphrase erstellt?

Eine Passphrase kann ein Satz sein, der einen Sinn ergibt und sich deshalb gut merken lässt. Ein Beispiel:

SamtagsGeheIchGerneInsKIno

Um die Sicherheit noch weiter zu steigern, sollten in diese Phrase zusätzlich Leer- und Sonderzeichen, Symbole und Zahlen eingebaut werden, etwa so:

$amstag$GEURhEURI_c_h&GEURrnEUR In$ Kin0

Voraussetzung für die Nutzung einer Passphrase ist, dass der jeweilige Dienst diese unterstützt. In manchen Anwendungen, die unter Windows, MacOS oder Linux laufen, ist das möglich. Passphrasen bieten sich außerdem dafür an, sie für Signaturen oder Verschlüsselungen zu nutzen.

Bei der Erstellung von Passphrasen sollte wie bei herkömmlichen Passwörtern beachtet werden, dass für jeden Dienst eine andere Phrase genutzt wird. Es sollten auch keine Sätze sein, die aus der Literatur, aus Wörterbüchern oder sonstigen leicht zugänglichen Quellen stammen.

Generator nutzen

Der Markt hält zudem Tools bereit, mit denen aus einem Satz in Sekunden eine Passphrase erstellt werden kann. Ein solcher Generator ist vor allem nützlich, wenn es darum geht, zahlreiche Phrasen zu gestalten. Manche bieten zudem eine Verwaltung an, mit der die Nutzung noch unkomplizierter wird.

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