Definition Was ist ein Zettabyte?

Von SiLip

Anbieter zum Thema

Zettabyte, kurz ZB oder ZByte, ist ein Maß für die digitale Speicherkapazität. Es entspricht einer Trilliarde Bytes. Das ist eine 1 mit 21 Nullen. Die nächstniedrige Maßeinheit ist ein Exabyte, die nächsthöhere ein Yottabyte.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

In unserem Alltag ist Terabyte die gängige Speichergröße für Datenträger. Die Menge der weltweit genutzten Daten lässt sich darüber nicht mehr sinnvoll abbilden. Hierfür kommt mittlerweile das Zettabyte zur Anwendung, das einer Milliarde Terabytes entspricht. Um ein Zettabyte an Daten zu speichern, würden somit eine Milliarde Festplatten mit einem Terabyte Speicherkapazität benötigt. In 4K-Videos umgerechnet, entspräche ein ZByte rund 12.288 Millionen Videos.

Zettabyte vs. Zebibyte: was ist richtig?

„Zetta“ ist ein Dezimalpräfix. Entsprechend des Internationalen Einheitensystems (SI) ist seine Bedeutung auf 10 hoch 21 festgelegt. Computer nutzen aber nicht das Dezimalsystem, sondern das auf der Basis 2 beruhende Binärsystem. Nach diesem entspricht ein Zettabyte 2 hoch 70, also 1.180.591.620.717.411.303.424 Bytes. Das hierfür reservierte Binärpräfix heißt „Zebi“. Die korrekte Bezeichnung wäre somit „Zebibyte“. Die Binärpräfixe haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch allerdings nicht durchsetzen können.

Seit wann ist das Zettabyte in Gebrauch?

Für den Beginn der sogenannten Zettabyte-Ära gibt es zwei mögliche Zeitpunkte. Einer davon ist das Jahr 2012, in dem die Gesamtheit der global genutzten digitalisierten Daten erstmals ein Zettabyte überschritt. Laut einer anderen Definition war es das Jahr 2016, in dem der jährliche weltweite Internet-Datenverkehr oberhalb der ZByte-Grenze lag.

Prognosen der International Data Corporation (IDC) zufolge wird die Menge der jährlich generierten Daten bis 2025 auf 175 ZB anwachsen. Zudem wird geschätzt, dass von 2018 bis 2025 insgesamt 22 ZB an digitalem Speicher für sämtliche Speichermedientypen bereitgestellt werden, knapp 59 Prozent davon von der Festplattenindustrie.

Die ZByte-Ära kann zudem als Zeitalter des Wachstums von Formen digitaler Daten verstanden werden. Hierzu zählen neben dem öffentlichen Internet auch Audiodaten von Telefonaten und Videodaten von Überwachungskameras.

Wozu werden Zettabytes verwendet?

Zettabytes kommen zum Einsatz, um die Datenspeicherung gewaltiger Mengen von Codes und Informationen zu beschreiben. Von Technologieexperten werden diese auch als Big Data bezeichnet.

Das Ausmaß von Big Data ist so enorm, dass viele Vorgänge mittels künstlicher Intelligenz (KI), aber mit nur wenig bis keiner menschlichen Intervention erfolgen. KI in Big-Data-Systemen ist in der Lage, Daten im Umfang von ZBytes zu analysieren und Aktionen wie Übersetzung, Sprach- und Mustererkennung, Entscheidungsfindung oder maschinelles Lernen auszuführen.

(ID:48725650)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung