Definition Was ist ein VSAN?

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Bei einem Virtual Storage Area Network (VSAN) handelt es sich um ein virtuelles Speichernetzwerk, das Nutzern diverse Vorzüge bietet. So lässt sich mit einem VSAN zum Beispiel der Datenverkehr innerhalb eines physischen Speichernetzwerks isolieren.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Ein Virtual Storage Area Network (VSAN) ist die logische Partition eines physischen Speichernetzwerks: Die Einrichtung gewährleistet zum Beispiel eine weitgehend unterbrechungsfreie Datenmigration. Auch bei der Konfiguration und Skalierung von Speichersystemen können sich VSANs als vorteilhaft erweisen.

Allerdings hat sich bisher keine einheitliche Definition des Begriffs VSAN etabliert. Viele IT-Unternehmen bewerben mit Bezeichnungen wie VSAN und virtueller SAN ihre Produkte und Dienstleistungen, meinen damit aber teilweise unterschiedliche Lösungen.

Merkmale eines VSAN

Speichernetzwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Vielzahl an physischen Speichern miteinander verbinden. Virtuelle Speichernetzwerke basieren auf physischen Speicherkapazitäten, lassen sich aber unabhängig davon einrichten. Sie sind nicht an einzelne physische Speicher gebunden. Das bedeutet Flexibilität: IT-Verantwortliche können die freien Ressourcen physischer Speicherkomponenten nach Belieben zu virtuellen Pools zusammenführen. Die zentrale Eigenschaft dieser so gebildeten VSANs ist die Datenisolierung. Innerhalb der VSANs lassen sich Arbeiten wie das Konfigurieren erledigen, ohne dass die Daten des restlichen SANs davon berührt sind. Bei der Einrichtung dieser VSANs bedarf es keiner Änderung des physischen Layouts.

VSANs für unterschiedliche Standorte

Virtuelle Speichernetzwerke leisten auch wertvolle Dienste, wenn Nutzer über verschiedene Standorte verteilt sind. Dank VSAN müssen die jeweiligen Institutionen nicht an jedem einzelnen Standort physische Speicher bereitstellen. Die User greifen flexibel auf das zentral installierte und betriebene physische Speichernetzwerk zu. Zugleich gewährleistet dieser Ansatz eine bedarfsgerechte Trennung der Speicherkapazitäten.

Vorteile eines virtuellen SAN (VSAN)

Mit der Unterteilung von SANs in VSANs optimieren IT-Experte die Handhabung: So konfigurieren und skalieren sie die einzelnen VSANs dank der Übersichtlichkeit leichter. Dasselbe gilt für Aufgaben wie das Migrieren von Daten. Die Separierung garantiert zudem, dass entsprechende Schritte keine negativen Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben. Mit VSANs lassen sich insbesondere Ausfallzeiten verhindern. Auch die Betriebskosten können mit dem Prinzip Virtual Storage Area Network sinken. Kostenersparnisse basieren unter anderem auf der besseren Ausnutzung vorhandener Speicherressourcen. Ein weiterer finanzieller Pluspunkt ist, dass für die Errichtung von VSANs handelsübliche und preiswerte x86-Server ausreichen.

Bei VSANs für unterschiedliche Standorte liegen die Vorzüge auf der Hand: Unternehmen und andere Betreiber vermeiden die Herausforderung, an jedem einzelnen Standort physische Speicher zu installieren. Das reduziert die Investitionskosten und verringert den Pflege- und Wartungsaufwand.

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