Definition Was ist ein Startup?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Ira Zahorsky

Startups sind frisch gegründete Unternehmen mit innovativer Geschäftsidee. Ziele sind die erfolgreiche Etablierung am Markt und eine zügige Steigerung des Betriebskapitals.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Ein Startup (von engl. „to start up“ = etwas starten, in Bewegung setzen) ist zunächst einmal keine Unternehmensform, sondern vielmehr eine Arbeitsweise. In einem Startup wird von Unternehmern versucht, ein wiederholbares Geschäftsmodell zu finden und dieses Modell so lange weiterzuentwickeln, bis es erfolgreich angeboten und vermarktet werden kann.

Grundsätzlich finden sich Startups in allen denkbaren Branchen, insbesondere aber im IT-Sektor. Dies ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass im Zuge einer immer weiter voranschreitenden Digitalisierung innovative Ideen und Lösungen gefragt sind, die oft neue Herangehensweisen und Umsetzungswege erfordern. Viele Startups haben diese Herausforderung angenommen und zum Teil bemerkenswerte Erfolge erzielt.

Wann ist ein Startup tatsächlich ein Startup?

Manchmal kann es etwas schwierig sein, die Definition eines Startups auf das eigene Unternehmen anzuwenden. So zählen beispielsweise weder ein gerade neu eröffneter Frisiersalon noch eine Schuhmacherei zu den Startups. Das deshalb, weil diese Unternehmen keine neuartigen Geschäftsmodelle zum Inhalt haben. Selbst dann, wenn die Finanzierung in einer für Startups typischen Form, also etwa durch Crowdfunding (Schwarm- oder Gruppenfinanzierung) erfolgt sein sollte, handelt es sich bei Unternehmen ohne neue Geschäftsidee nicht um Startups.

Erfolgreiche Startups als Beispiel

Um Anhaltspunkte zur Klärung der Frage zu finden, ob die eigene Firma als Startup gilt, kann ein Blick auf einige der bekanntesten deutschen Startups der letzten Zeit und deren Geschäftsmodelle hilfreich sein. Hierzu zählen beispielsweise:

  • der eBook-Anbieter „Blinkist“,
  • die Direktbank „N26“,
  • das FinTech-Unternehmen „Zeitgold“,
  • der E-Scooter-Verleiher "„Tier Mobility“.

Wer sich ein wenig mit den von diesen Unternehmen auf den Markt gebrachten Angeboten befasst, sollte schnell die innovativen Aspekte des jeweiligen Geschäftsmodells erkennen. Meist wird überdies spätestens im Zuge der Erstellung eines Business-Plans klar, ob es sich bei dem zu gründenden Unternehmen tatsächlich um ein Startup handelt. Dies ist deshalb der Fall, weil hier Themen wie Förderungen oder Finanzierungsmöglichkeiten ebenso eine Rolle spielen wie die exakte Darstellung der Geschäftsidee und eine Analyse der aktuellen Marktsituation.

Verschiedene Finanzierungswege

Startups können auf verschiedene Arten finanziert werden. Möglich ist dies nicht nur über einen klassischen Bank- oder Existenzgründerkredit, sondern auch über Crowdfunding sowie über so genannte „Business Angel“. Bei Letzteren handelt es sich um Investoren, die sich finanziell an einem Unternehmen beteiligen und die betreffenden Existenzgründer zugleich mit Knowhow und dem Zugriff auf bestehende Kontakt-Netzwerke unterstützen. Außerdem stehen Startup-Gründern eine Reihe von Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel der KfW-Unternehmerkredit zur Verfügung.

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