Definition Was ist ein Megabyte?

Von SiLip

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Megabyte (kurz MB oder MByte) ist eine Maßeinheit, mit der sich Dateigrößen, Speicherkapazitäten von Datenträgern oder der Datenverbrauch bestimmter Aktionen ausdrücken lassen. Je nach Auslegung entspricht ein Megabyte 1.000.000 oder 1.048.576 Byte.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Die Basis des Megabytes bilden das Bit (Binary Digit) und das Byte. Ersteres ist die kleinste Informationseinheit im IT-Bereich. Es kann zwei Zustände („0“ oder „1“, „nein“ oder „ja“ bzw. „falsch“ oder „wahr“) annehmen und lässt sich auf verschiedene Weise darstellen. Unter anderem kann es sich um Ladungszustände, Spannungszustände, Schaltungszustände oder Magnetisierungszustände handeln.

Beim Byte handelt es sich um eine Folge aus 8 Bit. Diese wird auch als „Bit-Oktett“ bezeichnet. Mit den 8 Bit eines Byte lassen sich insgesamt 256 verschiedene Zustände darstellen. In vielen Computerarchitekturen bildet das Byte die kleinste adressierbare Einheit. Es wird beispielsweise genutzt, um Schriftzeichen wie Zahlen und Buchstaben zu kodieren.

Anwendungsbereiche für die Einheit Megabyte

In Zeiten von Giga- und Terabyte ist ein Megabyte eine verhältnismäßig kleine Datenmenge. Der erste von IBM lancierte Computer mit integriertem Datenspeicher hatte gerade einmal 5 Megabyte. Zehn Jahre später kamen erste Disketten auf den Markt, die bis zu 2 MB Speicherkapazität aufwiesen. Heute ist kaum noch ein USB-Stick mit weniger als 16 Gigabyte Speicherplatz zu finden.

Das bedeutet nicht, dass das Megabyte als Maßeinheit ausgedient hat. Statt in Zusammenhang mit der Speicherkapazität von Daten kommt es heute aber in erster Linie in Verbindung mit Dateigrößen zur Anwendung.

Wie viele Bytes hat ein Megabyte?

In den Anfangszeiten der Heimcomputer war es üblich, bei 1.024 Byte von einem Kilobyte zu sprechen. Manchmal wurde auch zwischen „k“ (1.000) und „K“ (1.024) unterschieden. Da Speicherbausteine und Datenspeicher zu jener Zeit nur Größen von Zweierpotenzen aufwiesen, hatten diesbezügliche Missverständnisse keine größeren Auswirkungen.

Mit zunehmender Größe der Festplatten und der Verwendung der Präfixe „Mega“ und „Giga“ wurden die Abweichungen jedoch größer. Um Widersprüchlichkeiten und Mehrdeutigkeiten bei der Angabe von Festplattenkapazitäten und Datenübertragungsraten zu vermeiden, führte die International Electrotechnical Commission (IEC) 1996 neue Präfixe ein, denen nicht die Zehnerpotenz, sondern die von Computern genutzte Zweierpotenz zugrunde liegt. Diese Präfixe lehnen sich an ihre Dezimal-Pendants an, enthalten aber die Silbe "bi". Während das Megabyte 1.000.000 Byte entsprach, wurde das Mebibyte 1.048.576 Byte gleichgesetzt.

Im heutigen Sprachgebrauch haben sich die Binärpräfixe allerdings nicht durchgesetzt. In aller Regel werden weiterhin die alten Dezimalpräfixe genutzt, jedoch mit der exakteren Umrechnungszahl 1.048.576.

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