Definition Was ist ein Kindle?

Von TheRacoon

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Bücher sind nach wie vor ein Massenmedium. Sowohl im Unterhaltungsbereich als auch für das Lernen sind sie nicht wegzudenken. Kindle E-Reader haben das Lesen als elektronische Lesegeräte mit Speicherplatz für mehrere hundert Bücher revolutioniert.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei Amazon Kindle handelt es sich um eine Produktserie des US-Technologie-Konzerns Amazon. Herzstück der Produktserie sind E-Book-Reader. Damit ist es möglich, elektronische Bücher (E-Books) oder elektronische Zeitungen (E-Paper) zu lesen. Die klassischen Kindle Reader unterscheiden sich in ihrer Technik etwa von Tablet-Computern. Anders als diese Geräte verfügen sie nicht über ein AMOLED- oder TFT-Display, sondern über einen E-Ink-Bildschirm (elektronische Tinte), die wesentlich widerstandsfähiger und ausdauernder sind. So ist es problemlos möglich, mit einer Akkuladung einen ganzen Schmöker zu lesen.

Ein Kindle zeichnet sich dadurch aus, dass er mit dem digitalen Dienst von Amazon verbunden ist. So lassen sich etwa E-Books und E-Paper über die elektronische Plattform des Online-Kaufhauses kaufen, herunterladen und lesen. Mittlerweile existieren mehrere Kindle Geräte und das teilweise schon in ihrer jeweils 11. Generation.

Geschichte des Kindle

Die erste Generation des Kindle, des E-Readers aus dem Hause Amazon, wurde im Jahr 2007 in den USA eingeführt. Damals kam das Gerät mit einem 400 MHz Prozessor, 64 MB RAM und einem internen Speicher von 256 MB auf den Markt. Bei Abmessungen von 203 mm x 135 mm x 20 mm brachte das Gerät mit Monochrom-Display rund 290 Gramm auf die Waage. Im Jahr 2009 kam die 2. Kindle-Generation dann auch im Ausland auf den Markt. Neben den Standard-Ausführungen kamen später weitere Varianten wie der Kindle Paperwhite auf den Markt. Dieser im Jahr 2012 erstmals eingeführte Kindle verfügte über ein schärferes und helleres Display mit Touch-Funktionalität sowie über verschiedene Funktionen, die das Lesen von E-Books weiter erleichterten.

E-Books und E-Paper von Amazon lassen sich heute aber nicht nur auf einem Kindle lesen. Vielmehr gibt es Apps für nahezu alle Endgeräte vom Smartphone bis zum Tablet sowie auf Desktop-Computern. Die elektronischen Bücher sind dabei in der Cloud gesichert, so dass von unterschiedlichen Geräten darauf zugegriffen werden kann.

Kopierschutz und Formate

Um die unerlaubte Weitergabe und das Kopieren der E-Books zu verhindern, verfügt das Kindle-System über eine eigene digitale Rechteverwaltung (Digital Rights Management, DRM). Dadurch können die per DRM geschützten Bücher und Zeitschriften nur auf Geräten genutzt werden, die mit einem Amazon-Konto verbunden sind. Dabei liegen die E-Books von Amazon in der Regel in dem Amazon-eigenen Format AZW-Format vor.

Dabei legen Verlage und Autoren selbst fest, ob sie ihre Werke mit dem DRM-Schutz ausstatten möchten. Unabhängig davon ist es dank Side Loading beim Kindle möglich, DRM-freie Werke oder eigene Texte in unterschiedlichsten Formaten auf den E-Reader von Amazon zu laden und dort zu lesen.

Zu diesen Formaten gehören u.a.:

  • DOC
  • DOCX
  • PDF
  • HTML
  • TXT
  • JPEG
  • GIF
  • PNG
  • BMP
  • PRC
  • MOBI

Zu den Nachteilen von Kindle-Readern gehört, dass Nutzer ihren Lesestoff bei Amazon einkaufen müssen, da E-Book-Formate wie EPUB, die bei deutschen Buchhändlern üblich sind, nicht unterstützt werden. So ist es auch nicht möglich, etwa E-Books über die Online-Ausleihe deutscher Stadtbüchereien (Onleihe.de) auszuleihen.

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