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Was ist das Verpackungsgesetz (VerpackG)?

| Autor / Redakteur: MiR / Sylvia Lösel

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Zeit drängt. Die Umweltbelastungen durch Verpackungen lassen sich durch die Verpackungsverordnung nicht wirklich in den Griff bekommen. Ein neues Gesetz soll hier jetzt in der Zukunft nachhaltig Abhilfe schaffen.

Die Verpackungsmüllberge in Deutschland wachsen unaufhörlich. Laut des Umweltbundesamts (UBA) fielen alleine im Jahr 2016 18,16 Millionen Tonnen Verpackungsanfall an; das sind pro Kopf 220,5 Kilogramm. Zum Vergleich: In der Europäischen Union (EU) lag der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2016 bei 167,3 Kilogramm. Jetzt wird die derzeit in Deutschland gültige Verpackungsordnung (VerpackV) ab dem 1. Januar 2019 vom neuen Verpackungsgesetz (VerpackG) abgelöst.

Das ändert sich durch das neue Verpackungsgesetz

Ab diesem Stichtag müssen Unternehmen Ihre Verpackungen gezielter an ökologischen Aspekten ausrichten. Dabei gilt nach dem neuen VerpackG: Um so umweltfreundlicher das Verpackungsmaterial der Unternehmen ist, desto günstiger wird zukünftig die Entsorgung sein. Zudem sind die Unternehmen weiterhin verpflichtet, sich an den entsprechenden Entsorgungssystemen und -kosten zu beteiligen (hier: Beteiligungspflicht). Dies ist zwar schon Bestandteil der aktuellen Verpackungsverordnung, wird jetzt aber auf sämtliches Verpackungsmaterial, das beim Endverbraucher anfällt, ausgeweitet. Ausnahmen - wie zum Beispiel aktuell für die Transportverpackungen - entfallen.

Neu eingeführte Verpackungsregister LUCID soll für mehr Transparenz sorgen

Eine ganz wesentliche Neuerung stellt das neu eingeführte Verpackungsregister LUCID dar. Hierbei handelt es sich um eine zentrale Stelle, bei der sich jedes Unternehmen, das Verpackungen in den Handel bringt, registrieren muss. Vorher kann das jeweilige Unternehmen keinen Vertrag mit einem Entsorgungsbetrieb eingehen bzw. abschließen. Konkret soll LUCID gewährleisten, dass die anfallenden Kosten für die Entsorgung von Verpackungen gerecht auf die involvierten Erstinverkehrbringer von Verkaufsverpackungen aufgeteilt werden. Grundsätzlich soll das Verpackungsgesetz durch diese neuen Verordnungen für mehr Fairness und Transparenz innerhalb der wettbewerblichen Verpackungsentsorgung sorgen.

Recyclingquote wird bis 2022 immer weiter angehoben

Ein weiteres Ziel des ab Januar 2019 in Kraft tretende Gesetzes ist eine Steigerung der Recyclingquoten. Mit der entsprechenden Erhöhung der Quoten möchte der Gesetzgeber einen Anreiz schaffen, mehr recyclefähige Verpackungen auf den Markt zu bringen. So soll zum Beispiel die Recyclingquote für Verpackungen aus Kunststoff bis 2022 auf 63 Prozent steigen. Aktuell liegt die Quote bei 36 Prozenten. Bei Glas, Papieren und Metallen sollen es sogar 90 Prozent werden.

VerpackG: Änderungen gibt es auch im Hinblick auf Einweg- und Mehrwegflaschen

Mit dem neuen Verpackungsgesetz wird gleichzeitig auch noch einmal die Pfandpflicht ausgeweitet. Ursprünglich sollte die Pfandpflicht für weniger Müll sorgen. Doch beim Einwegpfand ist genau das Gegenteil eingetreten. Dies liegt vornehmlich daran, dass viele Verbraucher den Unterschied zwischen Mehrweg- und Einwegpfand nicht kennen. Deshalb gibt es jetzt strengere Regelungen zur Regalkennzeichnung. Außerdem sollen Getränkehersteller ab 2019 eine appellative Mehrwegquote von 70 Prozent erfüllen.

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