Definition Was ist Cryptomining?

Von Hagedorn 2 min Lesedauer

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Cryptomining oder Krypto-Mining beschreibt einen Vorgang, bei dem neue Kryptowährung entsteht beziehungsweise "geschürft" wird. Um das zu erreichen, lösen Krypto-Miner komplexe mathematische Probleme. Wer die Lösung zuerst findet, wird dafür mit neu geschaffener Kryptowährung belohnt.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Der Sinn des Cryptominings besteht darin, durch das Lösen der Aufgaben Transaktionen in der dezentral aufgebauten Blockchain zu validieren. Dieses Proof-of-Work sichert den legitimen Zahlungsverkehr mit der entsprechenden Kryptowährung ab und unterbindet eine Mehrfachnutzung einzelner Coins. Zahlreiche Kryptowährungen setzen daher auf dieses Verfahren und ermöglichen damit Krypto-Mining.

Wie funktioniert die Validierung über Cryptomining?

Kryptowährungen werden dezentral verwaltet. Das wird über eine Blockchain organisiert, die aus aneinandergereihten Datenblöcken besteht und auf allen Computern im Netzwerk gespeichert ist. In den einzelnen Blöcken werden sämtliche Daten zur Kryptowährung festgehalten. Eine festgelegte Anzahl an Transaktionen wird in einem neuen Block zusammengefasst, um die Blockchain zu erweitern. Zur Vermeidung von Manipulation sowie zur Einhaltung der zeitlichen Abfolge bietet sich ein kryptologischer Hash des vorangegangenen Datenblocks an.

Dieser komplexe Hash-Algorithmus ist Grundlage der Gleichung, um deren Lösung die Miner wetteifern. Sobald das mathematische Rätsel gelöst ist, wird ein 64 Zeichen langer Hash generiert. Mit diesem Code lässt sich der neue Block der Blockchain hinzufügen. Die Validierung ist damit erfolgt. Außerdem entstehen neue Kryptowährungseinheiten, die der erfolgreiche Miner als Belohnung erhält.

Voraussetzungen für Cryptomining

Kryptowährungs-Mining ist ein extrem rechenintensiver Prozess. Handelsübliche Computer sind für ein effektives Mining in einem angemessenen Zeitrahmen in der Regel nicht leistungsstark genug. Daher gibt es speziell für das Mining entwickelte, Mining Rig genannte Hardware. Statt einer herkömmlichen CPU werden daher häufig beispielsweise ASIC-Chips (Application-Specific Integrated Circuit) genutzt. Auch eine geeignete Mining-Software wie NiceHash, BFGMiner oder CGMiner muss vorhanden sein. Ferner muss der Miner entscheiden, ob er alleine als Solo-Miner tätig sein will oder ein Pool-Mining gemeinsam mit anderen Minern bevorzugt.

CO2-Fußabdruck durch Cryptomining

Zu den kritischen Aspekten beim Krypto-Mining zählt der dafür erforderliche immense Stromverbrauch. Die komplexen Berechnungen zur Auflösung der kryptischen Rätsel sind äußerst energieintensiv. Das ist für den Miner zusätzlich zu den hohen Anschaffungskosten für die Hardware mit erheblichen Energiekosten verbunden. Des Weiteren führt der hohe Stromverbrauch zu einer negativen Umweltbilanz des Minings. Andere Modelle wie das Proof-of-Stake-Verfahren können eine umweltschonendere Alternative sein.

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