Definition Was ist Crowdsource?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Crowdsource ist die Bezeichnung dafür, dass eine Masse von Personen als Werkzeug zur Erreichung eines bestimmten Zieles eingesetzt wird. Dabei kann es sich beispielsweise um das Training einer KI oder aber verbesserte Sicherheit handeln.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Crowdsource setzt sich aus den beiden englischen Vokabeln „Crowd“ und „Source“ zusammen, die übersetzt für „Menge“ bzw. „Masse“ und “„Quelle“ bzw. „Ressource“ stehen. Damit ist gemeint, dass eine größere Gruppe von Personen (z. B. freiwillige Internetnutzer) als Ressource zur Verfügung stehen, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Eng verwandt ist dies mit dem sogenannten Crowdsourcing. Allerdings existiert ein relevanter Unterschied. Aber der Reihe nach.

Zwei Beispiele für Crowdsource

1. Das Training einer KI

Künstliche Intelligenz benötigt Trainingsdaten, um leistungsstärker zu werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Bedarf immer höher wird, je größer die KI ist. Google lässt deshalb Freiwillige die eigene Lösung trainieren. Das Programm trägt den Namen Crowdsource. Dies sind die zentralen Bausteine:

  • Teilnehmende müssen „einfache Fragen“ beantworten.
  • Im Gegenzug erhalten sie Abzeichen.
  • Sie können auch höhere Level erreichen.
  • Sie können sich mit Beitragenden rund um den Globus vernetzen.
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Beitragenden aus anderen Sprachräumen als dem englischen.

Anders ausgedrückt: Google verfügt nicht über die hauseigenen Ressourcen, um die KI für alle Länder der Welt angemessen zu trainieren. Die Masse soll helfen und wird durch Instrumente der Gamification (Abzeichen, Level up) zum Beitragen motiviert.

2. Crowdsourced Security

Ein zweites Beispiel ist die Crowdsourced Security. Dabei geht es um den Bereich der Cybersecurity. Tatsächlich nutzen praktisch alle Antiviren-Hersteller entsprechende Lösungen. Das Unternehmen speichert und analysiert die Sicherheitsvorfälle von allen Nutzenden, die ihre Daten freiwillig teilen. Dies soll dafür sorgen, dass möglichst schnell geeignete Schutzmaßnahmen gegen neue Bedrohungen entwickelt werden können. Ohne dieses Prinzip wäre dies aussichtslos, da viel zu schnell neue Bedrohungen aus zu zahlreichen Quellen entstehen.

Der Unterschied zwischen Crowdsource und Crowdsourcing

Der Begriff des Crowdsourcing ist nicht komplett deckungsgleich mit Crowdsource. Er reicht weiter. So ist beispielsweise das, was Google tut, zwar auch Crowdsourcing. Allerdings umfasst dieser umfassendere Begriff ebenfalls die Einbindung von bezahlten Akteuren. Googles Trainingprogramm oder auch Crowdsourced Security kommen ohne direkte finanzielle Anreize aus. Diese kann es allerdings durchaus beim Crowdsourcing geben.

(ID:50128098)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung