Definition Was ist Block-Storage?

Von Erik1 2 min Lesedauer

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Moderne Speichersysteme müssen hohe Anforderungen erfüllen. Eine zentrale Rolle spielen die Geschwindigkeit und die Effektivität der Speicherauslastung. Block-Speicher sind auf einen schnellen Datenabruf optimiert. Was zeichnet sie aus?

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Block-Storage gibt Anwendern die Möglichkeit, Daten in voneinander unabhängige Blocks aufzuteilen. Das System teilt die Daten in Blöcke gleichmäßiger Größe ein und speichert sie an sicheren Orten. Für die Speicherung versieht das System die Blöcke zunächst mit einer Adresse, die keine Rückschlüsse auf den Inhalt des Blocks zulässt. Anschließend erfolgt die Speicherung. Jeder Block fungiert somit als eigenständiger Datenspeicher. Der Zugriff erfolgt über die zuvor vergebene Adresse. Für die Verwaltung der Daten in Blöcken müssen Anwender immer eine Daten-Suchtabelle erstellen, um eine hohe Lese-/Schreib-Effizienz und einfache Verwaltung des Block-Speicher-Systems zu gewährleisten. Block-Storage kann Daten sowohl schreiben wie auch auslesen.

Abgrenzung zwischen Block-Speicher und File Storage

Abhängig von der Art der Datenorganisation teilt man Speichersysteme in zwei Typen auf: Block-Speicher und File Storage (auch Dateispeicher genannt). Beim Dateispeicher werden die Daten über eine hierarchische Struktur von Dateien und Ordern gespeichert und verwaltet. Die Adressierung erfolgt dabei nicht über den physikalischen Ort der Speicherung, sondern über die Dateinamen und die zuvor angelegte Verzeichnisstruktur (Metadaten). Dateispeichersysteme gelten als benutzerfreundlich, da sie sich über eine intuitive Oberfläche bedienen lassen. Ein weiterer Vorteil von Dateispeichersystemen sind die niedrigen Kosten, die bei der Speicherung und beim Betrieb anfallen.

Anwendung von Block-Storage-Systemen

Block-Storage-Systeme kommen vor allem bei datenintensiven oder geschäftskritischen Anwendungen im lokalen Umfeld zum Einsatz. Die Speicher werden in der Regel als Storage Area Network (SAN) realisiert. Block-Speicher lassen sich außerdem exzellent in Cloud-Umgebungen einsetzen. Bekannte Anwendungsfälle sind:

  • Relationale Datenbanken
  • Transaktionale Datenbanken
  • Anwendungen mit vielen Eingaben und Ausgaben (I/O-intensiv)
  • Zeitreihendatenbanken
  • E-Mail-Server (etwa Microsoft Exchange)
  • Dateisysteme von virtuellen Maschinen
  • RAID-Systeme

Vorteile von Block-Speicher-Systemen

Block-Storage zeichnet sich im Vergleich zu File Storage durch einige Vorteile aus. Das System ist zwar etwas teurer, dabei aber deutlich leistungsstärker. Die gute Performance geht zudem mit einer geringen Latenz (Verzögerungszeit) einher. Außerdem sprechen die hohe Flexibilität (= unabhängig von der Netzwerkumgebung einsetzbar), die Skalierbarkeit und das hohe Maß an Kontrolle für den Einsatz dieses Systems.

Nachteile des Systems

Nachteilig wirken sich bei Block-Speicher-Systemen generell die hohen Kosten aus. Sie entstehen aufgrund der teuren Hardware von SANs. Auch das Fehlen von Metadaten kann sich je nach Anwendungsfall als Nachteil erweisen.

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