Statt Klarheit schafft Konzernmutter breiten Raum für Mutmaßungen Was Devil-Mutter Nedfield verschweigt

Redakteur: Regina Böckle

Erst packte Devil-Konzernmutter Nedfield bei der Distributionstochter die große Keule aus – dann fehlte offenbar die Kraft, die neue Strategie zu klären und dem Markt zu vermitteln. Nun herrscht Verwirrung. Eine kurze Bestandsaufnahme.

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Der holländische Mutterkonzerns von Devil verspricht auf seiner Website, man messe »der guten Kommunikation mit finanziell Beteiligten und sonstigen Interessenten eine hohe Bedeutung bei«, von »Transparenz und Offenheit« ist gar die Rede.

Davon war aber in den vergangenen Tagen weit und breit nichts zu erkennen, als der bisherige Devil-CEO Axel Grotjahn Knall auf Fall abberufen und ein holländischer Nachfolger installiert wurde, der künftig die Geschäfte des Braunschweiger Distributors führen soll.

Wenig Interesse an transparenter Kommunikation bewies der Investor auch schon Mitte 2008 in eigener Sache: damals firmierte man den Eigennamen »Tulip Computers NV« um in Nedfield NV mit der Erklärung, man wolle sich künftig »ausgewählten Bereichen am Schnittpunkt von IT und CE widmen« zuwenden, statt weiter vorrangig PC-Hersteller zu sein. Der Markenname Tulip samt Markenwert stehe für Dritte zur Disposition. Heißt: Man will das Tulip-PC-Geschäft gerne zu gutem Preis loswerden.

Allerdings dient die markenverwandte Tulip Technology Deutschland auch als Verkaufsorganisation für das gesamte Conceptronic-Sortiment. Damit würde Nedfield das Kind mit dem Bade ausschütten. Bislang hat sich Nedfield jedoch nur von seiner 51-Prozent-Beteiligung an Pleitekandidat Commodore getrennt.

Anderen Nedfield-Ankündigungen folgten jedoch Taten.

Lesen Sie auf der folgenden Seite mehr über die augenblicklichen Personal- und Beteiligungsverhältnisse der Devil-Mutter.

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