Am Dienstag nach Ostern soll es weitergehen UPDATE: B.com wird von Wortmann gerettet
In Kürze kann die B.com wieder das Geschäft aufnehmen. Investor Siegbert Wortmann hat am Dienstag vor Ostern die Verträge unterzeichnet, der fast zwei Dritteln der Belegschaft ihren Job sichert.
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Ein solches Rekordtempo würden sich Insolvenzwalter öfter wünschen: vom Insolvenzantrag bis zum Abschluss eines Übernahmevertrags durch den Investor dauerte es nur sieben Arbeitstage.
Für Kunden und viele Mitarbeiter dürfte der Dienstag vor Ostern ein Tag zum Jubeln sein. Jedoch mussten auch 45 B.com-Angestellte heute ihre Kündigung entgegennehmen.
Der aktuelle Stand
Die Auslieferungen der B.com AG wurden vorübergehend eingestellt, auch die Bestellannahme war in den vergangenen Tagen auf Eis gelegt worden. Der Insolvenzverwalter hatte gegenüber IT-BUSINESS von einer vorübergehenden Maßnahme gesprochen, die voraussichtlich bis Mittwoch vor Ostern anhalten sollte, und das bestätigte sich weitgehend.
Bereits am 25. März, also nur sechs Arbeitstage nach Einreichen des Insolvenzantrags, hat das Amtsgericht Köln unter dem Aktenzeichen 71 IN 105/13 das Insolvenzverfahren eröffnet. Erst dadurch wurde es möglich, dass kurzfristig die Verträge mit dem Investor abgeschlossen werden konnten.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird die B.com Computer AG abgewickelt. Das Geschäft geht mit einer neuen Gesellschaft weiter, die Standorte Köln, Gießen und Braunschweig bleiben erhalten.
Die B.com AG hatte in den vergangenen Jahren auch Auslandsniederlassungen gegründet und damit zuletzt Benelux, Österreich und Spanien bedient. Diese Gesellschaften sind rechtlich eigenständig und von der Insolvenz der B.com Computer AG nicht direkt betroffen.
So geht es weiter
Ein Unternehmen aus der Wortmanngruppe wird im Rahmen eines Assetdeals Teile der insolventen B.com AG kaufen. Außerdem werden die Arbeitsverträge von etwa 70 der bislang rund 115 Angestellten auf die Gesellschaft übergehen.
Letztendlich werde eine neue Gesellschaft gegründet, voraussichtlich eine B.com GmbH, die dann die Geschäfte fortführen soll, teilte der Insolvenzverwalter gegenüber IT-BUSINESS mit. Zentraler Standort bleibt Köln.
Der Übergang auf die neue Gesellschaft wird bereits am 29. März stattfinden, also noch vor Ostern.
Die Kunden können ab 2. April wie gewohnt bestellen. Ansprechpartner, Kontaktdaten oder Kundennummern bleiben bestehen. Der Online-Auftritt und das Online-Shopping der b.com werde in Kürze den neuen Gegebenheiten angepasst, teilten die Verantwortlichen mit.
Lesen Sie auf der folgenden Seite mehr über Waren und Logistik und das Management der „neuen B.com“.
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