Automatisierte Sicherheitstools fehlen Unternehmen überschätzen ihre Cybersicherheit

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Die Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Wirklichkeit bei der Cybersicherheit in Unternehmen ist groß. Eine Studie von IDC im Auftrag von Exabeam deckt auf, wo die Probleme liegen und wie Abhilfe geschaffen werden kann.

Cyberkriminelle verstecken sich in toten Winkeln und blinken Flecken des Unternehmensnetzwerkes und führen von dort ihre Angriffe aus.(Bild:  Vector Tradition - stock.adobe.com)
Cyberkriminelle verstecken sich in toten Winkeln und blinken Flecken des Unternehmensnetzwerkes und führen von dort ihre Angriffe aus.
(Bild: Vector Tradition - stock.adobe.com)

Mehr als 90 Prozent der weltweit von IDC befragten 1.155 Sicherheits- und IT-Experten sind davon überzeugt, dass sie in ihrem Unternehmen „gute oder ausgezeichnete Fähigkeiten für die Erkennung von Cyberbedrohungen“ haben. 78 Prozent verfügen ihrer Meinung nach über effektive Prozesse zur Untersuchung und Eindämmung von Bedrohungen. Immerhin 70 Prozent sehen auch eine Verbesserung der Schutzmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Nichtsdestotrotz traten bei 57 Prozent der Befragten „erhebliche Sicherheitsvorfälle“ auf. Woher kommt diese Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung und der Realität?

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Blind Spots

Trotz des guten Zeugnisses, das sich die Sicherheits- und IT-Experten selbst ausstellen, müssen sie zugeben, dass sie effektiv nur zwei Drittel ihre IT-Umgebung überwachen können. Der Grund: Mangel an Ressourcen – technisch und personell. Neben dem überall herrschenden Fachkräftemangel fehlt es den Teams auch an automatisierten TDIR-Sicherheitstools (Threat Detection, Investigation and Response). Der Studie zufolge hat nur gut die Hälfte (53 %) der Befragten entsprechende Workflows automatisiert. „Wenn man sich die fehlende Automatisierung und die Inkonsistenzen in vielen TDIR-Workflows ansieht, wird klar, dass es immer noch Luft nach oben gibt“, erklärt Steve Moore, Exabeam Chief Security Strategist und Mitbegründer der Exabeam Cybersecurity Research and Insights Group TEN18, dessen Unternehmen die Studie in Auftrag gegeben hatte.

Um die Bedrohungserkennung und -bekämpfung effizient zu verwalten, wünschen sich 36 Prozent der Befragten Unterstützung durch Dritte. Auch hier können Automatisierungstools, auch unter Einbeziehung von KI-Tools, helfen. Doch die Anwender sind noch skeptisch. „Oft gibt es Bedenken, was passieren könnte, wenn kein Mensch einen Prozess genehmigt. Wenn Angreifer ihre Schlagzahl erhöhen, müssen Unternehmen ihre Zurückhaltung bei der Automatisierung von Schutzmaßnahmen überwinden“, rät Michelle Abraham, Forschungsleiterin der Security and Trust Group von IDC.

Ein besseres Verständnis für das Nutzerverhalten im Unternehmen hätten gerne 35 Prozent der Studienteilnehmer. Dahingehend sollten Anbieter von TDIR-Lösungen darauf achten, dass diese mit Funktionen zur Analyse des Verhaltens von Usern und Benutzergruppen ausgestattet sind.

Über die Studie

Für den „The State of Threat Detection, Investigation, and Response Report 2023“ befragte IDC im Auftrag des Cybersecurity-Anbieters Exabeam weltweit 1.155 Sicherheits- und IT-Experten.
Die Studie ist nach Registrierung kostenfrei unter folgendem Link erhältlich.

Zum Download der Studie

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