Anbieter zum Thema
Sehr geehrte Frau Schuster,
IT-Sicherheit ist ein wichtiges Thema. Was den Datenschutz eines Sandforce-Chipsatzes angeht, wird es paradox sobald die SSD ausfällt und wir die Daten aus den Speicherbausteinen auslesen. Alle Daten innerhalb des NAND-Flash-Speichers sind AES-verschlüsselt, der entsprechende Key ist laut Sandforce (SF) „einzigartig“. Nur werden die Keys weder an Rettungsunternehmen noch an die Kunden herausgegeben, und somit besteht auch keine Rettungschance bei SF-Controller-Defekten.
Es gibt keine übertriebene IT-Sicherheit, wenn sie dem Kunden ganzheitlich vermittelt wird. Wir stellen fest, dass bestimmte Rettungs-Aspekte bei der Vermarktung von SSDs herstellerseitig verschwiegen werden. Teilweise ist auch anhand der Datenblätter nicht ersichtlich, welcher Controller-Typ verbaut ist. Jedoch gibt dieser Aufschluss darüber, ob ein Produkt mit Hardware-Verschlüsselungs-Mechanismen ausgerüstet ist oder nicht. Wir raten nicht von SSDs ab, sondern möchten den IT-Fachhandel anregen, sich bei der Auswahl einer Speicherlösung für den Kunden nicht nur auf die Performance zu fokussieren, sondern darauf zu achten, ob das Speicherprodukt eine Datenrettung erlaubt. Will man eine nachhaltige IT-Sicherheit mit Rettungsmöglichkeit aufrecht erhalten, so empfiehlt es sich, auf eine Software-Verschlüsselung wie TrueCrypt auf geeigneten Medien ohne Hardware-Verschlüsselung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Eschenberg
Marketing-Manager der Kuert Datenrettung Deutschland GmbH
Was sagen Sie zu den Datenrettungs-Problemen bei Sandforce-Micro-Controllern? Diskutieren Sie mit uns im IT-BUSINESS Forum!
(ID:29772210)