Sophos-Studie Trübe Stimmung in IT-Abteilungen

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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In IT-Abteilungen herrschen Druck und Frustration. Grund sind unter anderem die in Komplexität und Raffinesse zunehmenden Cyberattacken, die dem IT-Sicherheitspersonal neben dem Daily Business Kopfschmerzen bereiten. Welche Lösungen gibt es?

Mitarbeiter von IT-Abteilungen sind häufig frustriert, ergab eine Sophos-Umfrage. Was sind die Gründe?(Bild:  dida - stock.adobe.com)
Mitarbeiter von IT-Abteilungen sind häufig frustriert, ergab eine Sophos-Umfrage. Was sind die Gründe?
(Bild: dida - stock.adobe.com)

Der Arbeitsalltag des IT-Sicherheitspersonals deutscher Unternehmen ist größtenteils von Frust geprägt, ergab eine Sophos-Studie. 24,3 Prozent der Befragten fühlen sich von ihren Aufgaben in der Cyberabwehr dauerhaft frustriert. In größeren Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden ist die Frustration mit 17,9 Prozent geringer. Auch umgekehrt ist gut ein Drittel (33,3 %) der IT-Mitarbeiter größerer Firmen frustrationsfrei. Bei kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeitenden ist es gerade einmal die Hälfte (16,7 %).

Ursachen für den Frust

Hauptgrund für große Unternehmen ist der Kampf gegen die immer häufiger ausgeführten und stetig komplizierter werdenden Cyberangriffe. Bei kleinen Firmen, die häufig denken „mich wird es schon nicht treffen“, sehen 36 Prozent der IT-Angestellten darin ein Problem. Platz zwei nimmt der Druck durch die Unternehmensführung ein, sowohl bei Betrieben bis 50 Mitarbeitern (44 %) als auch bei mittelgroßen Betrieben bis 1.000 Angestellte (46,9 %). Da die Cybersicherheit in Konzernen schon länger ein Thema ist, belastet dieser Punkt nur 23,1 Prozent des IT-Sicherheitspersonals dort. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass in den allermeisten IT-Abteilungen dringender Handlungsbedarf besteht, was die Cybersicherheit angeht“, so Michael Veit, Cybersecurity-Experte bei Sophos.

Weitere Frustrationsgründe sind (jeweils im Durchschnitt):

  • Monotonie und Routine (30,7 %),
  • schwere Nachverfolgung von Cyberattacken aufgrund unterschiedlicher Security-Lösungen (24,7 %),
  • Überlastung durch ständige Alarme und Warnungen von Cybersicherheits-Tools (19,3 %) sowie
  • mangelndes Wissen der Mitarbeitenden über Cyberbedrohungen und unangepasstes Verhalten (18,7 %).

„Dem steigenden Frustlevel stehen leider ganz handfeste Probleme wie der Fachkräftemangel, inhomogene IT-Systeme oder fehlende Budgets gegenüber. Während bei den größeren Unternehmen eine dedizierte IT-Security-Strategie oftmals schon Normalität ist, fehlt diese bei KMU oftmals noch oder sind nur halbherzig umgesetzt. Das Ergebnis ist enormer Stress“, weiß Veit.

Mögliche Lösungen zur Entlastung

Knapp die Hälfte (49,3 %) aller Befragten konnte gemeinsam mit dem Vorgesetzten zumindest eine Teillösung finden. In Konzernen gelang dies nur 26,9 Prozent. Für durchschnittlich ein Viertel änderte sich auch nach Ansprache des Problems jedoch nichts. Als Lösung für die angesprochenen Probleme und damit auch eine Reduzierung des Frustfaktors bei den Mitarbeitenden böten sich Security-as-a-Service-Lösungen an, so Veit.

Über die Umfrage

Die Befragung wurde im August und September 2024 von techconsult im Auftrag von Sophos unter 202 IT-Mitarbeitenden aus Industrie, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentlicher Verwaltung, Telekommunikation, Dienstleistungen und Versorgungsunternehmen in kleinen, mittleren und großen deutschen Betrieben durchgeführt.

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