„IBMflation“ – jährliche Analyse von Bücker IBM-Preise verdoppeln sich: Erhebliche Belastung für deutsche Wirtschaft

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Während deutsche Unternehmen im zweiten Rezessionsjahr stecken, steigen die IT-Kosten dramatisch. Die Preise der IBM-Software verdoppeln sich und so auch der Aktienkurs. Und: Unternehmen müssen mit weiter steigenden Preisen rechnen.

Während der Konzern IBM an der amerikanischen Börse große Gewinne verzeichnen kann, leiden Unternehmen in Deutschland unter den erhöhten Preisen. Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Markts wird dadurch weiter geschwächt.(Bild:  Charles Dyer/Flickr)
Während der Konzern IBM an der amerikanischen Börse große Gewinne verzeichnen kann, leiden Unternehmen in Deutschland unter den erhöhten Preisen. Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Markts wird dadurch weiter geschwächt.
(Bild: Charles Dyer/Flickr)

Die IBM-Software-Preise haben sich in den letzten drei Jahren verdoppelt: Sie sind um 50,8 Prozent gestiegen, während die Inflation in Deutschland im gleichen Zeitraum 12,3 Prozent betrug. Das bedeutet, dass IBM-Preisanpassungen insgesamt 38,5 Prozent über der Teuerungsrate liegen. Das ergab die aktuelle Analyse IBMflation 2025 von Bücker.

Die Softwarepreise werden dementsprechend von Unternehmensentscheidungen und nicht wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. Unternehmen, die auf IBM-Software angewiesen sind, müssen dadurch mit überproportional steigenden IT-Kosten rechnen. Besonders betroffen: Mittelständler und große Konzerne, die bereits unter steigenden Betriebskosten leiden.

Unternehmen müssen mit weiter steigenden Preisen rechnen

IBM hat in den vergangenen drei Jahren wiederholt die Preise für Softwareprodukte erhöht: 2023 um 24 Prozent, gefolgt von weiteren 6 Prozent in den Jahren 2024 und 2025. Dies verschärft die Lage für viele Unternehmen, die sich ohnehin mit steigenden IT-Kosten konfrontiert sehen.

Die Entwicklung der IBM Softwarepreise im Vergleich zur Inflation in Deutschland.(Bild:  Bücker GmbH)
Die Entwicklung der IBM Softwarepreise im Vergleich zur Inflation in Deutschland.
(Bild: Bücker GmbH)

Da Deutschland aktuell im zweiten Rezessionsjahr steckt, belasten die steigenden Kosten die Unternehmen zusätzlich. Hierzulande sind besonders die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche, betroffen. Sie kämpfen mit sinkender Nachfrage und steigenden Kosten. Ein Anbieterwechsel ist mit hohen Migrationskosten verbunden und nicht kurzerhand realisierbar. Das hat zur Folge, dass viele Unternehmen die gestiegenen Kosten direkt weitergeben müssen, was die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem internationalen Markt schwächt.

Branchenweiter Preisanstieg

IBM ist nicht allein mit seiner Preissteigerung: Auch Microsoft, Oracle und Adobe haben in den vergangenen Jahren ihre Softwarepreise spürbar angehoben. Dadurch fließen jährlich Milliardenbeträge aus Deutschland in die USA und gleichzeitig werden Investitionen in Deutschland ausgebremst. Während US-Technologiekonzerne steigende Gewinne verzeichnen, geraten deutsche Unternehmen unter Druck. Die Aktienkurse der US-Tech-Konzerne spiegeln dieses Wachstum wider: Der IBM-Aktienkurs hat sich seit 2022 von 129 US-Dollar auf 265 US-Dollar nahezu verdoppelt, während Microsoft von 220 US-Dollar auf 416 US-Dollar und Oracle von 65 US-Dollar auf 176 US-Dollar zulegte.

Zur Analyse
Mit der Erhebung der IBMflation (2014-2025) analysiert die Bücker GmbH jährlich im Februar die Preisentwicklung ihres langjährigen Lizenzpartners IBM im Vergleich zur deutschen Inflation. Die Bücker GmbH ist seit über zwei Jahrzehnten IBM Gold Partner und bietet als Spezialist für IBM-Produkte und SaaS-Lösungen umfassende Beratung und maßgeschneiderte Dienstleistungen an.

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