Übernahme SoftwareOne und Crayon fusionieren

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Der schweizerische Anbieter von Software- und Cloud-Lösungen SoftwareOne will den Wettbewerber Crayon aus Norwegen übernehmen. Von dem Zusammenschluss versprechen sich beide Parteien Synergien und starkes Wachstum.

Mit dem Zusammenschluß von SoftwareOne und Crayon entsteht ein neuer IT-Riese.(Bild:  Midjourney/ KI-generiert)
Mit dem Zusammenschluß von SoftwareOne und Crayon entsteht ein neuer IT-Riese.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)

Der beiden Anbieter von Software- und Cloud-Lösungen, SoftwareOne und Crayon, planen, sich zusammenzuschließen. Ziel der Fusion ist die Schaffung eines global agierenden Unternehmens mit einem Jahresumsatz von rund 1,6 Milliarden Franken und 13.000 Mitarbeitenden, das in über 70 Ländern vertreten ist. Beide IT-Anbieter sind unter anderem strategische Channel-Partner von Microsoft. SoftwareOne hat für die Übernahme ein freiwilliges Kauf- und Tauschangebot aller noch ausstehenden Aktien von Crayon vorgelegt.

Die Unternehmen wollen durch ihren Zusammenschluss Synergien nutzen, um die laufenden Kosten innerhalb der nächsten 18 Monate um 80 bis 100 Millionen Franken zu reduzieren, zusätzlich zu den bereits angekündigten 50 Millionen von SoftwareOne. Laut Mitteilung von SoftwareOne verspricht man sich von der Fusion einen erweiterten Zugang zu größeren Kunden und neue Cross- sowie Upselling-Möglichkeiten. Zudem soll das KMU-Segment besser erreicht werden, indem die digitalen Vertriebskanäle von SoftwareOne und die Channel-Plattform von Crayon genutzt werden.

Die Transaktion bewertet Crayon mit 172,50 norwegischen Kronen pro Aktie, was einem Gesamtwert von etwa 1,34 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Übernahme erfolgt durch ein freiwilliges Aktien- und Barangebot: Crayon-Aktionäre sollen für jede ihrer Aktien 69 NOK in bar sowie 0,8233 SoftwareOne-Aktien erhalten.

Mit diesem Zusammenschluss möchten die Unternehmen ihre Position im globalen Technologiemarkt stärken und auf die steigende Nachfrage nach Lösungen in Bereichen wie Cloud-Adoption, Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit eingehen. Die Gründungsaktionäre beider Firmen unterstützen den Zusammenschluss und haben ihre Zustimmung zu den geplanten Maßnahmen zugesagt.

Globale Präsenz

Raphael Erb, CEO von SoftwareOne(Bild:  SoftwareOne)
Raphael Erb, CEO von SoftwareOne
(Bild: SoftwareOne)

Seit November ist Raphael Erb CEO von SoftwareOne. Der erfahrene Manager, der seit über 25 Jahren im Unternehmen tätig ist, war zuvor als Chief Revenue Officer aktiv. Gemeinsam mit Melissa Mullholland, der CEO von Crayon, wird er das fusionierte Unternehmen als Co-CEO leiten.

„Gemeinsam mit Crayon verfügen wir über eine breite globale Präsenz mit großer lokaler Reichweite, starke Partnerschaften mit Hyperscalern, einschließlich Microsoft, und erweiterte Service-Angebote, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Aufbauend auf unseren starken wertebasierten Fundamenten als führende globale Anbieter von Software- und Cloud-Lösungen werden wir sehr gut aufgestellt sein, um unser Wachstum zu beschleunigen und unsere Profitabilität zu verbessern“, erklärte Erb.

Im Frühjahr 2025 steht die Generalversammlung von SoftwareOne an, bei der die Ausgabe neuer Aktien an die Aktionäre von Crayon genehmigt werden soll. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2025 geplant, abhängig von den erforderlichen behördlichen Genehmigungen.

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